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Zur Vorweihnnachtszeit klingeln die Kassen: Der Handel in Bayern rechnet zum Fest mit starken Umsätzen.

Zum Fest klingelt's in der Kasse

Weihnachtsgeschäft: Handel erwartet gute Umsätze

München - Der bayerische Einzelhandel rechnet heuer mit einem besseren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr. Der Handelsverband Bayern (HBE) geht von einem Weihnachtsumsatz in Höhe von 13,6 Milliarden Euro aus - das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,5 Prozent.

Mit 398 Euro werden die Menschen in Bayern heuer so viel Geld wie noch nie für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) im Auftrag des HBE. Das durchschnittliche Budget steigt somit in diesem Jahr um knapp 5 Prozent. Mehr als 70 Prozent der Menschen wollen ihre Geschenke erst im Dezember besorgen.

„Wir haben eine sehr, sehr gute Arbeitsmarktlage, das Weihnachtsgeld hebt die Kauflaune - jetzt fehlt nur noch kühles Winterwetter“, sagte HBE-Präsident Ernst Läuger am Dienstag in München. Er hoffe, dass es in den kommenden Wochen nicht zu Streiks im Einzelhandel kommt. HBE-Hauptgeschäftsführer Martin Aigner kritisierte, dass die Gewerkschaft Verdi trotz einer Lohnerhöhung im Einzelhandel um 2,5 bis 3 Prozent keinen Tarifabschluss tätigen wolle.

Läuger und Aigner kritisierten auch einen Mindestlohn in Deutschland, wie er derzeit in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD diskutiert wird. „Der HBE ist entschieden gegen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes“, sagte Aigner. Andernfalls würde sich das auf die Preise und auch auf den Arbeitsmarkt niederschlagen.

Traditionell ist das Weihnachtsgeschäft wesentlich für den Jahresumsatz des Einzelhandels und macht durchschnittlich 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus, in der Spielzeugbranche sind es gar 40 Prozent, wie Läuger sagte. Auf den Wunschzetteln ganz oben stünden neben Uhren, Schmuck, Büchern, Haushaltswaren und Winterkleidung wieder vor allem Smartphones und Tablet-Computer und Fernsehgeräte.

dpa

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