Handel lockt mit hohen Rabatten

München - Winterjacken, Anzüge, Schuhe sowie Elektrogeräte sind in der Münchner Innenstadt bereits bis zu 70 Prozent reduziert. Die Waren müssen raus, schließlich kommt ab Februar die neue Frühjahrs- und Sommerkollektion.

Von "gut" bis "nicht zufriedenstellend" reicht die Bilanz der Einzelhändler in puncto Weihnachtsgeschäft. Obwohl es laut Lisa Schubert, Sprecherin des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels, genauso gut lief wie im Jahr zuvor. Viele Händler seien enttäuscht, weil sie sich mit der steigenden Konjunktur einen deutlich höheren Absatz erhofft haben. Jetzt sind die Lager voll. Und es muss Platz für die Frühjahrs- und Sommermode geschaffen werden. Die Händler locken mit Rabatten bis zu 70 Prozent.

Konen

Im Bekleidungshaus an der Sendlinger Straße purzelten am 27. Dezember die Preise, sagt Sprecherin Gerda Kiessling. "Das Weihnachtsgeschäft lief schleppend an, hat sich aber kontinuierlich gesteigert." Reduzierungen wurden insbesondere bei Markenartikeln vorgenommen: Herrenanzüge von Boss und René Lezard sind von 399 Euro auf 299 Euro reduziert worden, Lederjacken von Pepe kosten jetzt 199 Euro (vorher 299). Kinder-, Damen- und Herrenwinterbekleidung sind zwischen 30 und 70 Prozent reduziert.

Hirmer

"Der Dezember war kein leichter Monat", bilanziert Sprecher Ewald Janßen. Daher gibt es bei dem Herrenausstatter an der Kaufingerstraße seit 27. Dezember auf hochwertige Markenwaren bis zu 50 Prozent Rabatt. Anzüge von Joop sind für 320 Euro erhältlich (vorher 399 Euro), Hemden der Firmen van Laack kosten 70 Euro (vorher 99,90) und Jacques Britt 50 Euro (vorher 79,90). "Der Endspurt kommt noch", sagt Janßen. Vom 21. Januar bis 4. Februar werden noch deutlichere Reduzierungen vorgenommen. Janßen: "Die Auswahl ist aber jetzt am größten."

Galeria Kaufhof

Klaus-Peter Kempf, Geschäftsführer des Kaufhauses am Stachus, sagt, dass das "Weihnachtsgeschäft nicht zufriedenstellend war". Die Tendenz gehe dahin, dass "die Oma nicht weiß, was sich ihr Enkel genau wünscht". Daraus resultiert, dass viele Käufe erst nach den Feiertagen getätigt werden. Bereits zwischen Weihnachten und Neujahr wurden "massive Reduzierungen" im Kaufhaus vorgenommen. Winterbekleidung für die ganze Familie sind bis zu 50 Prozent heruntergesetzt. Damenwinterjacken sind beispielsweise von 199 auf 129 Euro reduziert, warmgefütterte Kinderanoraks kosten 79 Euro (vorher 129 Euro).

Kempf bietet auch Sonderaktionen: Schuhe und Stiefeletten sind von 129 auf 79 Euro reduziert ­ "darauf bekommen die Kunden noch einmal 20 Prozent Nachlass". Ebenso gibt es Angebote bei Elektrogeräten wie Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Haartrockner. Der Grund: "Der Markt bietet ständig neue Dinge, sodass viele Geräte schnell überholt sind."

Oberpollinger

Geschäftsführer Robert Waloßek bezeichnet den dritten Samstag vor Weihnachten als "besonders gut". Vorher lief der Verkauf eher schleppend. Seit 27. Dezember purzeln bei Oberpollinger an der Neuhauser Straße die Preise. Bis 9. Februar ist der "Fashion-Räumungsverkauf", die Textilien sind auf bis zu 70 Prozent reduziert. Waloßek: "Herrenanzüge in dezenten Farben sind von 449 Euro auf 209 Euro heruntergesetzt und Herren-Daunenjacken von 599 Euro auf 299,50 Euro reduziert."

C & A

Seit 27. Dezember sind Textilien bei C & A in allen Filialen reduziert worden ­ "und das bis zu 50 Prozent auf Kinder-, Damen- und Herrenkleidung", sagt Sprecher Knut Brüggemann.

Beispielsweise sind Kaschmirpullover in Weinrot, Dunkegrün und Anthrazit von 49 auf 29 Euro reduziert, Wollmäntel kosten statt 99 jetzt 59 Euro, Stiefelhosen hängen für neun Euro am Ständer (vorher 25 Euro). Ab dem 21. Januar wird nochmal ordentlich reduziert: "Bis zu 70 Prozent, dann werden die Lager leer, obwohl das Weihnachtsgeschäft gut war."

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