Handel mit Weihnachtsgeschäft in Bayern zufrieden

München - Die Verbraucher in Bayern haben sich trotz düsterer Konjunkturprognosen für das kommende Jahr das Weihnachtsfest nicht vermiesen lassen.

"Die Firmen haben volles Weihnachtsgeld gezahlt, die Spritpreise sind zuletzt gefallen, das hat dem Handel in die Hände gespielt. Kaufzurückhaltung war nicht zu spüren", sagte der Präsident des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels, Michael Krines, am Dienstag der dpa. Insgesamt seien die bayerischen Einzelhändler mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft zufrieden. "Es ist sicher nicht das absolute Jubeljahr, aber auch kein schlechtes. Da kann man sicher nicht meckern."
Der Umsatz der bayerischen Einzelhändler sei in den beiden entscheidenden Monaten November und Dezember wie erwartet von 13,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 13,5 Milliarden Euro gestiegen, sagte Krines. "Es hat Anfang November ziemlich verhalten begonnen, hat sich aber im Dezember beständig gesteigert." Da der Handel rund 20 Prozent seines Umsatzes in diesen beiden Monaten erzielt, ist das Weihnachtsgeschäft für die Geschäftsleute die wichtigste Zeit des Jahres.
Unter dem Weihnachtsbaum landeten in diesem Jahr neben Klassikern wie Uhren, Schmuck, Parfüm, Büchern und DVD vor allem Haushaltswaren sowie Elektrogeräte wie Digitalkameras, Handys oder Fernseher. Töpfe, Pfannen, Geschirr, Messer, hochwertige Kaffeemaschinen, aber auch exklusive Herde verkauften sich gut "verursacht durch die irrsinnige Menge an Kochsendungen", sagte Krines. Bei Kameras seien vor allem teurere digitale Spiegelreflex-Kameras gefragt gewesen, da der Markt für kleinere Geräte weitgehend gesättigt sei. "Da geht noch relativ viel."
Nahezu alle Branchen hätten lebhafte Geschäfte gemeldet, sagte Krines, lediglich im Textilbereich habe das Weihnachtsgeschäft zu wünschen übrig gelassen. Hier bestehe wegen der kalten Witterung aber in den kommenden Wochen noch Hoffnung auf zusätzliche Verkäufe. "Da stellt sich erst Ende Januar heraus, wie die Saison gelaufen ist." Im bayerischen Einzelhandel arbeiten rund 335000 Menschen. Die Branche setzt pro Jahr rund 67 Milliarden Euro um.

dpa

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