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Den Namen Metro wird es auch weiter geben. Er wird künftig von dem aus der Spaltung hervorgegangenen Lebensmittelspezialisten genutzt, zu dem neben den Metro-Großmärkten auch die Real-Supermärkte gehören. Foto: Rolf Vennenbernd/Symbolbild

Börsenstart Donnerstag

Handelsriese Metro hat Aufspaltung vollzogen

Die Lebensmittelsparte und die Elektronikketten des Metro-Konzerns gehen künftig getrennte Wege. Bereits an diesem Donnerstag sollen die Aktien der nun selbstständigen Unternehmen an der Börse gehandelt werden. Die Trennung soll Wachstum und Börsenwert beflügeln.

Düsseldorf (dpa) - Ende einer Ära: Deutschlands einst größter Handelskonzern Metro ist nach mehr als 20 Jahren wieder zerschlagen worden.

Das Amtsgericht Düsseldorf trug die Aufspaltung des Handelsriesen in ein Lebensmittelunternehmen (Metro-Großmärkte, Real) und eine Elektronikkette (Media Markt, Saturn) ins Handelsregister ein, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Bereits an diesem Donnerstag sollen die Aktien der beiden nun voneinander unabhängigen Unternehmen in Frankfurt und Luxemburg an die Börse gehen.

Durch die Aufspaltung erhoffen sich die Unternehmen mehr Wachstum und mehr Börsenwert. Mehr Wachstum, weil die getrennten Unternehmen sich besser auf ihre jeweilige Kundengruppe konzentrieren und dynamischer agieren können. Mehr Börsenwert, weil Mischkonzerne wie die Metro an der Börse schlechter bewertet werden als klar fokussierte Unternehmen.

Der designierte Chef des Elektronikunternehmens, Pieter Haas, kündigte bereits an, künftig "eine aktive Rolle in der europäischen Marktkonsolidierung" spielen zu wollen. Zu deutsch: Das Unternehmen will auch durch Übernahmen wachsen.

Wachstum ist auch nötig, denn der alte Metro-Konzern schrumpfte - auch wegen Firmenverkäufen - seit Jahren. Er verlor nicht nur den inoffiziellen Titel des größten deutschen Handelskonzerns. Er musste auch seine Platz in der höchsten Börsenliga, dem Dax, räumen. Die Metro-Aktionäre hatten der Aufspaltung bereits im Februar auf der Hauptversammlung mit 99,95 Prozent des anwesenden Kapitals zugestimmt.

Allerdings versuchten danach einige Aktionäre, die Aufspaltungspläne doch noch vor Gericht zu stoppen. Sie erlitten jedoch im Juni vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eine Niederlage. Gestützt auf diese Entscheidung, sah auch das Registergericht in Düsseldorf am Mittwoch keinen Grund, die Eintragung der Aufspaltung zu verweigern. Dies gelte umso mehr, da mehr als 99 Prozent der Metro-Aktionäre dem Schritt zugestimmt hätten und durch eine Verzögerung der Eintragung der Metro "unzweifelhaft Schaden entstehen" würde, meinte das Gericht.

"Wir sind am Ziel: Die Spaltung der Metro Group ist vollzogen", sagte Metro-Chef Olaf Koch nach der Entscheidung des Registergerichts. Die Pläne zur Aufspaltung hatte der Manager im März vergangenen Jahres vorgestellt.

Den Namen Metro wird es auch weiter geben. Er wird künftig von dem aus der Spaltung hervorgegangenen Lebensmittelspezialisten genutzt, zu dem neben den Metro-Großmärkten auch die Real-Supermärkte gehören. Dieses Unternehmen wird künftig von Koch geleitet. Bei dem in 35 Ländern aktiven Großhandelsgeschäft sieht Koch Wachstumspotenzial nicht zuletzt durch den Ausbau des Belieferungsgeschäfts.

Die selbstständigen Elektronikhändler, unter deren Dach künftig die Ketten Media Markt und Saturn agieren, soll künftig den Kunstnamen Ceconomy tragen. Geleitet wird das Unternehmen künftig vom bisherigen Media-Saturn-Chef Pieter Haas.

Noch anhängige Klagen gegen die Aufteilung würden nun auf dem Rechtsweg geklärt, stünden aber der Spaltung nicht mehr entgegen, betonten die Unternehmen.

Mitteilung

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