Handwerk: 10 000 neue Stellen im Freistaat

- München - Das bayerische Handwerk hat die Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft: Der fast ein Jahrzehnt dauernde Stellenabbau ist gestoppt, die Betriebe stellen wieder ein. Heuer könnten 10 000 neue Arbeitsplätze entstehen, schätzt die Handwerkskammer für München und Oberbayern.

Damit lässt der Freistaat den Rest der Republik hinter sich, wo für dieses Jahr insgesamt 30 000 neue Stellen erwartet werden. Dennoch gilt auch bundesweit: "Das Handwerk hat wieder goldenen Boden". So jedenfalls drückte es gestern ein Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes aus. Die Behörde hatte schon bis Ende März 2,3 Prozent mehr Mitarbeiter im zulassungspflichtigen Handwerk gezählt.

In Bayern soll indes auch die Zahl der Betrieb wieder wachsen, und zwar um zwei Prozent auf 185 000. Ebenfalls um zwei Prozent auf dann 91 Milliarden Euro dürfte dieses Jahr der Umsatz steigen, um fünf Prozent auf 2,6 Milliarden Euro die Investitionen, erwartet Heinrich Traublinger, Präsident des Bayerischen Handwerkstages, auf der Grundlage von Umfragen der Kammer bei den Betrieben. Gerade bei den Investitionen gebe es Nachholbedarf. Dabei umfasst der Aufschwung mittlerweile nicht mehr nur den Bau- und Metallbereich, sondern alle Teile des Handwerks.

Bundesweit zählt das Handwerk 4,8 Millionen Beschäftigten in Bayern dürften es zum Jahresende 860 000 sein. Der Bau schaffte laut Statistik im ersten Quartal mit Plus acht Prozent deutschlandweit den stärksten Stellenaufbau und mit 21 Prozent das größte Umsatzplus. Allerdings war der Bau in den vergangenen Jahren auch am stärksten vom Abwärtssog betroffen. Mehr Jobs gab es zuletzt auch im Ausbau- und Nahrungsmittelgewerbe und bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf. 

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