Handwerk spürt nichts von Erholung

- München - Die Signale einer beginnenden Konjunkturerholung kommen beim Handwerk nicht an. "Die Stimmung ist und bleibt gedrückt", sagte Heinrich Traublinger, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Im ersten Halbjahr setzten die Betriebe mit 13,3 Milliarden Euro etwa so viel um wie im Vorjahreszeitraum. Und auch für die zweite Hälfte 2004 seinen keine nennenswerten Impulse zu erwarten.

<P>Für das Gesamtjahr rechnet die Kammer mit einem Verharren der Umsätze auf dem Niveau von 2003, als sie 28,8 Milliarden Euro betrugen. Die Zahl der Beschäftigten werde leicht sinken. Im Gegensatz zum Export bleibe die Binnennachfrage, von der die Handwerker abhängig sind, schwach. </P><P>Und der Bau habe sich vollkommen vom Konjunkturzug abgekoppelt. Außerdem mache die Politik den Betrieben das Arbeiten schwer. "Es ist verteufelt schwer für einen Unternehmer, in ein Rennen um Innovationen und Kunden auf den Märkten zu gehen, wenn ihm die staatlichen Anforderungen wie Bleikugeln an den Beinen hängen", sagte Traublinger. Erfreulich sei lediglich die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt. Hier seien heuer 945 neue Lehrstellen bereit gestellt worden.<BR></P>

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