Handwerk verliert 120 000 Arbeitsplätze

- Berlin - Die Lage des deutschen Handwerks hat sich etwas verbessert. 65 Prozent der Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend, sagte der Generalsekretär des Deutschen Handwerks, Hanns-Eberhard Schleyer. Dies sei geringfügig positiver als vor einem Jahr und deutlich besser als im "katastrophalen" ersten Quartal 2005. Im langfristigen Vergleich bleibe das Klima unterkühlt. "Die Stabilisierung vollzieht sich in Trippelschritten", sagte Schleyer.

Wegen des schlechten Starts gehen im deutschen Handwerk in diesem Jahr laut ZDH 120 000 Arbeitsplätze verloren (minus 2,4 Prozent). Für das kommende Jahr rechnet Schleyer abermals mit einem Aderlass von 60 000 bis 80 000 Stellen. Noch immer berichteten mehr Betriebe über Entlassungen als über Einstellungen. Die Preise im Handwerk stünden weiter unter Druck, und für Investitionen gebe es nur geringe Spielräume. Schleyer forderte, den Bundeshaushalt über Ausgabenkürzungen und nicht über Einnahmeerhöhungen zu sanieren. Schleyer forderte außerdem, die Ein-Euro-Jobs abzuschaffen und das Arbeitsrecht zu flexibilisieren.

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