Handy-Discount-Tarife: Billigheimer machen Punkte

- Dank der Discount-Angebote wird das Telefonieren mit dem Handy immer billiger. Schätzungen zufolge nutzen schon rund zehn Prozent der Deutschen einen solchen Guthaben-Tarif.

Die Discounter bieten zwar weniger Service und haben keine subventionierten Mobiltelefone im Programm. Das gleichen sie aber aus, indem sie nur einen Bruchteil der Preise verlangen, die man als Vertragskunde etwa bei T-Mobile zahlt.

Sim-Karte passt

Inzwischen sind auch günstige Handys bei den Discountern zu kaufen, in die jede Sim-Karte passt. Genauso ist es mit den Sim-Karten vom Discounter, die sich für jedes Handy eignen ­ sofern es das eigene ist. Läuft bei einem subventionierten Gerät der Vertrag nach zwei Jahren ab, funktioniert es mit jeder Sim-Karte. Dafür brauchen die Geräte nicht extra freigeschaltet werden, das geschieht in der Regel automatisch. Man kommt mit diesen Offerten günstiger weg als bei fast allen Paket-Offerten, bei denen Mobiltelefone für "nur 1 Euro" angeboten werden und bei denen man jeden Monat über teure Gesprächsminuten den regulären Handypreis mehr als zurückzahlt.

Niedrige Preise

Den niedrigsten Einheitspreis haben Fonic, Blau und Simyo. Dort telefoniert man für 9,9 Cent pro Minute in alle Netze und verschickt zu diesem Preis SMS. Zum Vergleich: Bei Vodafone wird die Gesprächsminute im Prepaid-Tarif "Call ya Comfort" mit 59 Cent für Anrufe in Fremdnetze und 29 Cent für Anrufe im eigenen Netz berechnet. Die Gesprächsgebühren fallen je nach Aufladebetrag auf bis zu 29 Cent für externe und neun Cent für interne Gespräche. Günstiger ist der Xtra-Tarif von T-Mobile mit 25 Cent in alle Netze.

Partner-Tarif

Wer sich mit dem Partner gemeinsam einen neuen Handy-Tarif zulegen möchte, sollte die Anbieter mit vergünstigten internen Gesprächen in Betracht ziehen. Für vier Cent pro Minute telefonieren die Kunden von Callmobile, Simply, Penny, Aldi und Klarmobi untereinander. Guthaben aufladen

Wem es zu lästig ist, jedes Mal zur nächsten Aldi- oder Lidl-Filiale zu fahren, um das Gesprächsguthaben aufzuladen, kann sich für Postpaid-Tarife entscheiden. Klarmobil, Tchibo und Simply bieten das Telefonieren auf Rechnung ohne Vertragsbindung an. Alternativ kann man auch den automatischen Aufladeservice mit Kontoabbuchung nutzen, den viele Discounter anbieten. Einziger Nachteil: Mit der automatisierten Aufladung und dem Bezahlen auf Rechnung entfällt die Kontrolle darüber, wie viel man telefoniert. Wer sich oder seinen Kindern Obergrenzen fürs Telefonieren setzen will, sollte beim Aufladen per Überweisung oder Wertkarte bleiben oder eine Pauschale buchen.

Pauschaltarife

Die Pauschaltarife der Discounter sind keine echten: Für 12,95 Euro (Tchibo) oder 14,99 Euro (Aldi und Penny) im Monat kann man solange man will zumindest ins deutsche Festnetz telefonieren. "Wenn eine Flatrate zum individuellen Telefonier-Verhalten passt, lohnt sie sich", sagt Karin Thomas-Martin, Telekommunikations-Expertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Gut auch, dass man diese Pauschaltarife monatlich kündigen und sofort reagieren kann, wenn sich das eigene Telefonierverhalten ändert.

Nummer behalten

Es gibt viele Discounter, zu denen man seine alte Rufnummer mitnehmen kann. Diesen Service bieten Klarmobil, Simyo, Tchibo, Simply und Callmobile. Als Netze stehen die von T-Mobile, E-Plus und O2 zur Verfügung.

Auslands-Telefonate

Telefonieren im Ausland ist bei allen Discount-Anbietern möglich. Allerdings muss erst die Sim-Karte freigeschaltet werden. Man sollte sich deshalb rechtzeitig vor Reiseantritt mit dem Kundenservice in Verbindung setzen.

Mehr Informationen

Mehr zum Thema gibt es unter Fax-Abruf 09001/ 25 26 65 54 40 (62 Cent pro Minute, 7 Seiten) bis 25. Januar 2008. Das Faxgerät auf "Polling" oder "Sendeabruf" stellen, Nummer wählen und Starttaste drücken.

Kein Fax? Dann senden Sie einen mit 90 Cent frankierten Rückumschlag plus 1,44 Euor in Briefmarken unter dem Stichwort "Mobilfunk-Discount-Tarife" an: Versandservice, Lerchenstraße 8, 86938 Schondorf.

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