Das Handy, ein Grundbedürfnis?

- Berlin - Der Boom auf dem Mobilfunkmarkt hält trotz Konsumflaute an. Im ersten Halbjahr 2004 wuchs die Zahl der Handynutzer um fünf Prozent auf 68,2 Millionen, wie Mobilcom-Chef Thorsten Grenz sagte. Bis 2008 erwarte er ein Marktwachstum um rund fünf Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr wurde den Angaben zufolge mit Mobilfunk ein Umsatz von 25 Milliarden Euro in Deutschland erzielt.

Die Grenzen des Wachstums seien trotz einer hohen Marktsättigung nicht in Sicht. Die Verbreitung in Deutschland sei mit 76 gegenüber 84 Prozent in den anderen europäischen Ländern sogar noch gering und daher steigerungsfähig. Auch die Nutzung sei noch nicht so hoch wie im übrigen Europa: In Deutschland zahle der Mobilfunkkunde durchschnittlich 26 Euro im Monat und damit fünf Euro weniger als seine Nachbarn in Europa.<BR><BR>"Mobilfunk ist die erfolgreichste technologische Innovation seit der Erfindung der Dampfmaschine", sagte Grenz. In nur 20 Jahren habe sich die Technologie auf dem Massenmarkt durchgesetzt. Die 10- bis 24-Jährigen seien sogar zu 96 Prozent Nutzer. Damit sei die Technologie weiter verbreitet als der Computer mit 62 Prozent. Mobilfunk entwickle sich mehr und mehr zu einem "Grundbedürfnis". <BR><BR>Grenz warnte allerdings vor einer Überschuldung Jugendlicher durch zu häufige und kostenintensive Mobiltelefonnutzung. Sein Unternehmen biete daher Verträge an, mit denen von vornherein die monatlichen Ausgaben auf 15, 30 oder 50 Euro begrenzt werden könnten. Im Vergleich mit Prepaid-Verträgen seien hier die Minutenpreise deutlich günstiger und die Handys attraktiver.<BR><P><BR> </P>

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