Handy weg: Karte sperren gehört zum Notfallprogramm

- Eine Rempelei in der U-Bahn, dichtes Gedränge im Kaufhaus oder zwei Minuten einfach nicht hingesehen - und schon ist das Handy weg. Natürlich schmerzt der Verlust des guten Stücks, aber es kann noch viel teurer werden. Ist das Gerät eingeschaltet, kann der Dieb ungehindert telefonieren. Die Rechnung bezahlt der Eigentümer. Schnelles Handeln ist gefragt.

Karte sperren

Wenn das Handy weg ist, zählt jede Minute. Alle Anbieter haben die Möglichkeit, die SIM-Karte sperren zu lassen. Damit wird das Telefonieren unmöglich. Bereithalten muss man die Rufnummer des Handys, die Kartennummer und das Kennwort oder die Kundenkennzahl. Eine Sperrung ist über eine Notfallnummer der Anbieter möglich. Auch diese sollte griffbereit sein. Die Sperrung der Karte ist entweder kostenlos (Vodafone, E-plus) oder wird für 8,50 Euro bei T-mobile sowie 12,50 Euro bei O2 vorgenommen. Bei Vodafone kann sogar zusätzlich das komplette Handy unschädlich gemacht werden. Das Gerät ist dann für den Dieb wertlos.

Fundbüro

Es empfiehlt sich, immer auch im örtlichen Fundbüro nachzufragen. Eventuell war gar kein Dieb am Werk, sondern man hat sein Handy schlicht verloren. Auch im Fundbüro werden die wichtigsten Geräte-Daten verlangt. Es gibt inzwischen sogar online Fundbüros (www.mobilliste.de; www.fundbuero24.de). Hier wird oft nach der IMEI-Nummer gefragt. Diese "International Mobil Equipment Identity" ist die Gerätenummer des Handys, mit dem es sich leicht identifizieren lässt. Sie erscheint nach Eingabe der Tastenkombination *#06# auf dem Bildschirm.

Anzeige erstatten

Die IMEI ist auch beim Gang zur Polizei unbedingt notwendig. Außerdem benötigen die Beamten genaue Angaben zum Handy (Firma, Modell). Diebe versuchen oft die PIN herauszufinden, indem sie sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Echte Beamte brauchen die PIN allerdings gar nicht. Die SIM-Karte wird getrennt vom Handy zur Fahndung ausgeschrieben. Jede Karte hat eine individuelle Nummer, mit der sie identifiziert werden kann. Diese ist in der Regel auf dem Vertrag zu finden.

Handy-Ortung

Ist das Handy eingeschaltet und befindet sich noch die ursprüngliche SIM-Karte darin, kann es geortet werden. Dazu muss man das Gerät registrieren lassen. O2 bietet diesen Dienst direkt für seine Kunden an. Außerdem kann man sich auf Internetseiten wie www.mobilliste.de eintragen. Allerdings gilt das nur für die Anbieter O2, Vodafone und E-plus. T-mobile unterstützt diesen Dienst nicht. Der Nachteil: In ländlichen Gebieten ist die Ortung nicht sehr genau. Die Polizei ortet Handys nur bei schweren Straftaten.

Versicherung

Hausratsversicherungen zahlen nur, wenn das Handy bei einem Einbruchdiebstahl in der Wohnung oder einem Überfall abhanden kommt. Der Diebstahl muss dann auf jeden Fall der Polizei gemeldet werden. Handyversicherungen rentieren sich nur bei besonders teuren Geräten. Wichtig ist, dass der Versicherungsschutz auch im Ausland besteht.

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