Handys ohne Schnickschnack: Was Billig-Modelle bieten

- Wer auf Extras wie eine eingebaute Kamera im Handy verzichten kann, findet inzwischen eine große Auswahl einfacher Geräte. Günstige Mobilfunk-Tarife ohne Vertragsbindung - aber auch ohne subventioniertes Telefon - sorgen für verstärkte Nachfrage nach billigen Modellen. Darunter finden sich solide Handys - und sogar eine teils komfortable Ausstattung.

"Schon für 100 Euro erhalten Sie Geräte, die in jeder Hinsicht überzeugen können", urteilt die Fachzeitschrift "Connect". Diese hat zwölf Einfach-Telefone getestet (siehe Tabelle) und rät zum kritischen Blick beim Kauf: "Insbesondere in Sachen Verarbeitung und Handhabung, aber auch bei den Funktionen gibt es erhebliche Unterschiede." Die Testsieger "Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test bietet das Nokia 6030", urteilen die "Connect"-Experten. Das Mobiltelefon für rund 130 Euro biete ein hochwertig verarbeitetes Gehäuse, ein angemessen gutes Display (128 mal 128 Bildpunkte) und eine gut bedienbare Tastatur. Außerdem sind ein UKW-Radio sowie ein "Headset" (zum Beispiel für das Telefonieren im Auto) enthalten. Allerdings ist das Handy mit 91 Gramm vergleichsweise schwer und nicht für die USA geeignet, da es keine "Triband"-Funktion enthält.Diese bietet die Nummer zwei im Test, das Modell J210i von Sony Ericsson. Das Gerät mit einem Gewicht von 73 Gramm kostet 99 Euro, ist amerikatauglich und besticht nach Ansicht der Experten unter anderem mit einer übersichtlichen Tastatur, leichter Bedienung und edler Oberfläche. Das Multitalent Im Gesamturteil liegt das Modell AX75 von Siemens zwar hinter den beiden Testsiegern, bei der Ausstattung hat es allerdings die höchste Bewertung erhalten. Das Handy zum Preis von etwa 130 Euro ist nach Meinung der Experten ein verkapptes Profimodell für den dienstlichen Gebrauch. Dank Infrarot könne es als Modem für das Notebook verwendet werden. Auch ein Datenabgleich mit dem E-Mail-Programm Outlook sei möglich. Zudem enthält das Gerät einen Kalender mit Terminverwaltung. "Alles in allem stellt das AX75 ungefähr den Stand an Ausstattung dar, den ein ordentliches Gerät der oberen Mittelklasse vor Beginn des Kamera-Booms hatte", lautet das Urteil. Das Sparmodell Das billigste Handy im Test war mit einem Preis von 77 Euro das Modell MY X2-2 von Sagem. Neben der geringen Auflösung des Displays (101 mal 80 Bildpunkte) wurde diesem Gerät die Funktion der Tastensperre angekreidet. Diese lasse sich relativ leicht versehentlich lösen, was zu unbeabsichtigten Anwahlen führen kann. Die Verlierer "Nicht überzeugen konnten die Alcatel-Modelle One Touch 159 (rund 80 Euro) und One Touch 256 (etwa 90 Euro)", heißt es im Test. Zwar spräche für beide eine ergonomische und kompakte Bauweise, doch eine aufwändige Handhabung und Ausstattungslücken machten die Geräte auch für Einsteiger nicht empfehlenswert. Das billigere Modell (One Touch 159) enthält statt eines Farb-Displays eine bunte Hintergrundfolie.

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