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Hartz IV: Empfänger erhält einen Cent zu wenig - und äußert bösen Verdacht

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Von: Patricia Huber

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Ein Hartz-IV-Empfänger erhält monatlich einen Cent zu wenig vom Jobcenter und erhebt einen weitreichenden Vorwurf.

Neubrandenburg - Hartz-IV*-Empfänger Christian Götz erhält jeden Monat einen Cent zu wenig vom Jobcenter. Grund dafür ist eine Senkung seiner Mietkosten, die er dem Amt unverzüglich mitgeteilt hat. Aber wie passt das zusammen? Die Miete übernimmt bei Hartz-IV-Empfängern das Amt. Diese wird dann monatlich mit den restlichen Leistungen verrechnet und ausbezahlt.

Hartz IV: Zwölf Cent zu wenig - hochgerechnet aufs ganze Jahr

Bei Christian Götz betrug die neue Miete 514 Euro, wie der Nordkurier berichtet. Da er jedoch mit seiner Lebensgefährtin und deren Sohn zusammen in der entsprechenden Wohnung lebt, teilt das Jobcenter die Mietkosten* durch drei. Gerundet ergibt das schließlich 171,33 Euro. Nimmt man den gerundeten Betrag jedoch wieder mal drei, kommt man auf 513,99 Euro - es fehlt also genau ein Cent.

Auf Nachfrage beim Arbeitsamt wird Götz mitgeteilt, dass dies automatisch vom System so berechnet* wird. Er fragt sich jedoch, ob hinter dem fehlenden Mini-Betrag nicht ein System steckt. „Für einen Einzelnen sind das nur 12 Cent pro Jahr. Aber wenn das Jobcenter so bei einer Million Leuten abrechnet, dann sind das 120.000 Euro Gewinn für das Jobcenter“, stellt der 55-Jährige fest.

Hartz IV: Rundungsfolge

Der Nordkurier hat beim Arbeitsamt Neubrandenburg noch einmal genauer nachgehakt. Darauf folgte die Erklärung, dass es bei einer Aufteilung der Miete, wie es bei Herrn Götz auch der Fall ist, zu Verschiebungen im Cent-Bereich kommen kann. Der fehlende Cent ist also keine Spar-Maßnahme des Jobcenters, sondern lediglich ein Rundungsergebnis.

Darauf wird im Arbeitslosengeld-Bescheid sogar hingewiesen. Bei der Berechnung der Leistungen* findet sich folgender Satz: „Die Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden zu gleichen Teilen auf die Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft aufgeteilt. Geringe Abweichungen sind möglich, wenn der Gesamtbetrag der Bedarfe für Unterkunft und Heizung nicht exakt durch die Personenanzahl teilbar ist.“ (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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