Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr
+
Mitglieder des ADAC bei der Hauptversammlung: Der ADAC will in Lübeck über die Neuausrichtung des Automobilclubs abstimmen. Foto: Lukas Schulze

Hauptversammlung in Lübeck

ADAC beschließt Reform mit großer Mehrheit

Lübeck - Der ADAC bekommt eine neue Struktur. Die Mehrheit der Delegierten stimmt für das Drei-Säulen-Modell. Damit ist die Vereinsstruktur dauerhaft gesichert, sagt ADAC-Präsident Markl.

Die Neuausrichtung des ADAC ist beschlossene Sache. Die Hauptversammlung des Automobilclubs stimmte am Samstag in Lübeck dem Drei-Säulen-Modell zu, dass den Vereinsstatus des ADAC sichert. Für die von Vorstand und Verwaltungsrat vorgelegten „Lübecker Beschlüsse“ stimmten mehr als 84 Prozent der 221 Delegierten. Damit sei die Zukunft des ADAC als Verein gesichert, sagte der Präsident des Clubs, August Markl, nach der Abstimmung.

„Ich bin zudem fest der Überzeugung, dass wir auch rechtlich eine gute Lösung gefunden haben, den ADAC als Verein und mit ihm das Ehrenamt zu erhalten“, sagte Markl. Der ADAC war 2014 nach gefälschten Abstimmungen für den ADAC-Autopreis und der Verquickung von Interessen in eine Krise geraten. Das Registergericht München prüft aktuell, ob der ADAC seinen Vereinsstatus mit Steuervorteilen noch zu Recht hat.

Das in Lübeck abgesegnete Modell sieht vor, den ADAC in einen Verein, eine Aktiengesellschaft und eine Stiftung aufzuspalten. Der Verein soll sich auf Pannenhilfe, technische und touristische Beratung für die 19 Millionen Mitglieder und den Motorsport beschränken. Die kommerziellen Aktivitäten sollen in eine Aktiengesellschaft überführt werden. In der Stiftung sollen die ADAC Luftrettung und die ADAC Stiftung „Gelber Engel“ zusammengefasst werden. Es soll bis Ende dieses Jahres vollständig umgesetzt sein.

Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

Gegen die neue Struktur hatte der von Markls Vorgänger Peter Meyer geleitete ADAC Nordrhein im Vorfeld heftig opponiert. Die Kritik richtete sich unter anderem darauf, dass der Verein durch die Aufteilung den Zugriff auf Vermögenswerte im hohen dreistelligen Bereich verliere. Der größte der 18 Regionalverbände hatte ein Rechtsgutachten vorgelegt, wonach die Reform unnötig gewesen wäre und den verantwortlichen ADAC-Vorständen Verschwendung von Vereinsvermögen vorgeworfen.

Vor der Abstimmung hatte unter anderem der Erste Vizepräsident des Clubs, Matthias Feltz, an die Delegierten appelliert, der ADAC müsse Verein bleiben. „Nur dann bleibt das ehrenamtliche Engagement erhalten und kann der Bestand der Regional- und Ortsclubs gesichert werden“

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Große deutsche Autobauer unter Kartellverdacht
Dieselskandal, Abgasbetrug, Milliarden-Entschädigungen in den USA - war das alles am Ende nur die Spitze des Eisbergs? Laut "Spiegel" werden gegen die deutsche …
Große deutsche Autobauer unter Kartellverdacht
IWF will Griechenland mit weiterer Milliardenspritze helfen
Das Ringen um die finanzielle Zukunft Griechenlands bleibt zäh. Der IWF stimmt im Grundsatz einer weiteren Milliardenzahlung zu - legt aber Wert auf die Vorläufigkeit …
IWF will Griechenland mit weiterer Milliardenspritze helfen
Dax mit größtem Tagesverlust seit drei Wochen
Frankfurt/Main (dpa) - Turbulenzen bei Automobilwerten haben dem Dax am Freitag den größten Tagesverlust seit drei Wochen eingebrockt. Der über weite Strecken wenig …
Dax mit größtem Tagesverlust seit drei Wochen
Audi will europaweit 850 000 Diesel sauberer machen
Die Autoindustrie steht unter politischem Druck, Dieselabgase zu reduzieren. Nach Mercedes will nun auch Audi europaweit Motoren nachbessern. Ein Pflicht-Rückruf bei VW …
Audi will europaweit 850 000 Diesel sauberer machen

Kommentare