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Hausbesitzer fordern stärkere Anreize bei der Wärmedämmung.

Hausbesitzer gegen Regelung bei Gebäudesanierung

Nürnberg - Der sich im Bundesrat abzeichnende Kompromiss im Streit um einen Steuerbonus für eine bessere Wärmedämmung von Wohngebäuden ist nach Ansicht von Hausbesitzern unzureichend.

“Der Weg ist richtig, aber da muss noch viel mehr passieren“, sagte der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer, Rolf Kornemann, am Donnerstag am Rande einer Verbandstagung in Nürnberg. Die geplanten steuerlichen Erleichterungen reichten nicht aus, um den Investitionsstau bei der Dämmung von Häusern und Wohnungen aufzulösen.

Zum einen verlange der von einer Bund-Länder-Kommission erarbeitete Kompromiss für die Gewährung des Steuerbonus sehr aufwendige Dämmungsmaßnahmen. Zum anderen sei die Begrenzung des Förderprogramms auf fünf Jahre zu kurz. Für nicht akzeptabel hält der Verbandschef auch Pläne, von dem Steuerbonus nur Besitzer selbst genutzter Eigenheime und Wohnungen profitieren zu lassen. Die für Vermieter geltenden steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten reichten als Anreiz für die Dämmung älterer Häuser und Wohnungen nicht aus.

Im lange Zeit festgefahrenen Streit um einen Steuerbonus für energetische Gebäudesanierungen zeichnet sich im Vermittlungsausschuss seit dieser Woche eine Lösung ab. Nach der Sitzung am Mittwochabend hatte es geheißen, die Gespräche seien auf einem guten Weg. Danach könnte das jährliche Volumen bei der steuerlichen Absetzbarkeit von 1,5 auf 1 Milliarde Euro gesenkt werden. Zudem könnte der Bund den Bundesländern wegen befürchteter Steuerausfälle mit Ausgleichsregelungen entgegenkommen. Mit dem Steuerbonus sollen für Hausbesitzer-Anreize geschaffen werden, mit der Dämmung der Wohngebäude einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

dpa

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