TV: 769 000 Haushalte nutzen HD+

Berlin - Hochauflösendes Fernsehen wird immer beliebter. Während die HD-Programme von ARD und ZDF kostenlos zu empfangen sind, wird nach zwölf Monaten für die Privaten eine Servicegebühr fällig - und zur Freude der Plattform HD+ zahlen viele Zuschauer die 50 Euro.

Knapp eineinhalb Jahre nach dem Start nutzen rund 769 000 Haushalte in Deutschland die Plattform HD+, um hochauflösende Fernsehprogramme über Satellit zu empfangen. Während die Angebote von ZDF und ARD umsonst sind, wird für die Angebote der Privaten nach einem kostenlosen Jahr eine “Servicepauschale“ in Höhe von 50 Euro für ein weiteres Jahr fällig - und viele Zuschauer scheint die Gebühr nicht zu schrecken. Nach dem Ablauf der ersten 12 Monaten hätten gut 66 Prozent der Kunden ihren Zugang gegen die Gebühr verlängert, teilte HD+ am Montag mit und veröffentlichte erstmals Kundenzahlen.

“In einem Land, in dem seit 20 Jahren über die Frage gestritten wird, ob Menschen freiwillig für Fernsehen zahlen, sind die ersten Zahlen von HD+ sicher eine kleine Sensation“, sagte Firmenchef Wilfried Urner. Die Tochter des Satellitenbetreibers SES Astra zählte zum Stichtag am 31. März 114 000 zahlende Kunden. “Der Trend setzt sich fort“, sagte HD+-Geschäftsführer Timo Schneckenberger. Bis zum Jahresende erwartet er mindestens 300 000 zahlende Kunden. Wie viel von der Gebühr an die TV-Sender fließt, wollte Urner nicht sagen.

Die Plattform HD+ ermöglicht es, mit einem Empfänger die hochauflösenden Programme von RTL, Sat.1, ProSieben, Vox, Kabel Eins, RTL II, Sport1 und sixx via Satellit zu sehen. Der Empfang der Angebote von ARD und ZDF ist kostenlos. Die Gebühr von 50 Euro pro Jahr nach dem ersten kostenfreien Jahr für die privaten Sender kann auf mehreren Wegen bezahlt werden, am einfachsten ist der Kauf eines Freischalt-Codes in einem Geschäft. Kundendaten oder ein Abovertrag sind anders als etwa beim klassischen Pay-TV nicht nötig, das System funktioniert ähnlich wie das Aufladen von Handy-Guthaben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax kämpft sich wieder über 13 000 Punkte
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist zögerlich über die 13 000-Punkte-Marke zurückgekehrt. Weil Anleger vor wichtigen Terminen im weiteren Wochenverlauf …
Dax kämpft sich wieder über 13 000 Punkte
Lufthansa warnt vor möglichen Engpässen nach Air-Berlin-Ende
Berlin/Frankfurt (dpa) - Flugreisende müssen sich angesichts des Endes von Air Berlin nach Einschätzung der Lufthansa auf Engpässe an manchen Strecken einstellen.
Lufthansa warnt vor möglichen Engpässen nach Air-Berlin-Ende
Gericht streicht Teil der Anklagepunkte gegen Schlecker
Stuttgart (dpa) - Im Prozess gegen Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker ist die Liste der Vorwürfe ein Stück kürzer geworden. Wie erwartet stellte das Gericht das …
Gericht streicht Teil der Anklagepunkte gegen Schlecker
Audi, VW und BMW im Visier: Besuch von Fahndern der EU-Kommission
Nach BMW bekommen nun auch Daimler, VW und Audi Besuch von Fahndern der EU-Kommission. Es geht um den Verdacht, dass es jahrelang wettbewerbswidrige Absprachen gab.
Audi, VW und BMW im Visier: Besuch von Fahndern der EU-Kommission

Kommentare