Hauskauf: Maklerprovision nicht immer rechtens

- Nachdem viele Ende 2005 einen Kaufvertrag über ein Haus oder eine Eigentumswohnung abgeschlossen haben, um noch in den Genuss der Eigenheimzulage zu kommen, finden sie nun Rechnungen von Maklern im Briefkasten. Die Provisionen der Makler liegen in der Regel zwischen 3 und 5 % des Kaufpreises der Immobilie und machen so schnell mehrere Tausend bis Zehntausend Euro aus. "Nicht in jedem Fall erheben die Makler jedoch ihre Ansprüche zu Recht", sagt der Münchner Rechtsanwalt Randhir K. Dindoyal.

Grundsätzlich ist erst einmal zu klären, ob überhaupt eine Vertragsbeziehung mit dem Makler entstanden ist. So hat der Bundesgerichtshof (Az.: III ZR 393/04) entschieden, dass derjenige, der sich an den werbenden Makler wendet, damit noch nicht ohne weiteres eine Bereitschaft zur Zahlung einer Provision erklärt. Der Kaufinteressent kann zunächst einmal davon ausgehen, dass der Makler seine Provision vom Verkäufer erhält und deshalb nicht auch noch eine von ihm verlangen wird. Selbst wenn ein entsprechender Vertrag zwischen Käufer und Makler bestehen sollte, ist zu klären, für welche Tätigkeit der Makler überhaupt entlohnt werden soll. Hier kommt es darauf an, ob der Makler nur den Nachweis zur Gelegenheit eines Vertragsabschlusses und/oder die Vermittlung eines Vertrages schuldet. Der Makler muss also auch wirklich tätig geworden sein. Allein der Hinweis auf ein Objekt ohne Nennung des Verkäufers reicht nicht aus. Entscheidend sei, dass der Kaufvertrag aufgrund der Tätigkeit des Maklers zustande gekommen ist, so Dindoyal.

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