HBOS-Manager kaufen eigene Aktien

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London (dpa) - Nach dem Gerüchte-Skandal um die britische Hypothekenbank HBOS haben Manager Aktien des eigenen Unternehmens im Millionenwert gekauft. Sie wollen damit ihr Vertrauen in die Bank untermauern.

Insgesamt 250 Manager hätten Papiere im Wert von mehr als 6 Millionen Pfund (7,7 Millionen Euro) erworben, um das "starke Vertrauen" in die Bank zu beweisen, teilte HBOS am Ostersonntag mit. Angeführt wurde die ungewöhnliche Aktion von HBOS-Chef Andy Hornby, nachdem der Kurs von Großbritanniens größter Hypothekenbank am vergangenen Mittwoch um zeitweise 17 Prozent eingebrochen war.

Nach Angaben von HBOS hatten Händler gezielt Gerüchte über eine Schieflage der Bank gestreut, um dann mit Baisse-Spekulationen Geld zu machen. Die britische Finanzaufsicht kündigte Ermittlungen an.

Hornby allein gab mehr als 410 000 Pfund für fast 93 000 Papiere aus, nachdem die Bank vergangenen Donnerstag ihre Jahresboni ausgezahlt hatte. Insgesamt kauften die Manager 1,4 Million Aktien zum Preis von jeweils 446,25 Pence. Die Bank habe ihre Verluste durch den Kurssturz am Mittwoch dadurch fast wieder wett gemacht, sagte ein Sprecher. Der Vertrauensbeweis sei genau das, was die Finanzwelt in der Londoner City in den Zeiten der Kreditkrise brauche.

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