Hebammen protestieren: "Wir sind am Ende"

München - Mit einer symbolischen Aktion haben Hebammen am Samstag in mehreren bayerischen Städten auf ihre aus ihrer Sicht schwierige Arbeitssituation aufmerksam gemacht.

Am Internationalen Hebammentag legten sie sich in Fußgängerzonen in München, Nürnberg und Würzburg auf den Boden - um zu zeigen, dass sie am Ende seien, sagte die Vorsitzende des Bayerischen Hebammenlandesverbandes, Astrid Giesen, der Nachrichtenagentur dpa. Viele freiberuflich arbeitenden Hebammen müssten ihren Beruf aufgeben, weil sie die hohen Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung nicht mehr zahlen könnten.

Dem Verband zufolge liegt der Versicherungsbeitrag derzeit bei 3689 Euro im Jahr und steigt zum 1. Juli um 15 Prozent. Von den hohen Beiträgen seien in Bayern besonders viele Hebammen betroffen, sagte Giesen. Im Freistaat sei der Anteil an freiberuflich arbeitenden Hebammen mit etwa 80 Prozent besonders hoch.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse
Bei einem ersten Gespräch von Siemens und Ministern über die Zukunft der deutschen Werke bleibt es bei Absichtserklärungen. Offen ist, ob am Ende weniger Stellen …
Treffen zu Siemens-Werken ohne konkrete Ergebnisse
Bitcoin startet mit Gewinnen in neue Ära
Von großen Handelshäusern wurde der Bitcoin lange ignoriert. Seit Sonntagnacht aber können Investoren an der Chicagoer Optionsbörse erstmals auf die Kursentwicklung der …
Bitcoin startet mit Gewinnen in neue Ära
Gewerkschaft fordert Ausbildungsplatz-Garantie bei VW
Wenn künftig immer mehr Elektroautos gebaut werden, könnten bei vielen Autobauern Jobs auf der Kippe stehen. Die IG Metall will die Ausbildungsplätze bei VW sichern. Das …
Gewerkschaft fordert Ausbildungsplatz-Garantie bei VW
IG Metall kündigt Warnstreiks ab 8. Januar an
München/Frankfurt (dpa) - Der Metall- und Elektroindustrie stehen in der laufenden Tarifrunde die ersten Warnstreiks bevor: Die IG Metall wird ab 8. Januar zu …
IG Metall kündigt Warnstreiks ab 8. Januar an

Kommentare