Ein Präzisionsgewehr vom Typ G28 des deutschen Waffen-Herstellers Heckler und Koch: Die Situation bei Heckler & Koch ist seit langem angespannt. Foto: Daniel Karmann
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Ein Präzisionsgewehr vom Typ G28 des deutschen Waffen-Herstellers Heckler und Koch: Die Situation bei Heckler & Koch ist seit langem angespannt. Foto: Daniel Karmann

Zuletzt rote Zahlen

Heckler & Koch fordert von Mitarbeitern unbezahlte Arbeit

Oberndorf (dpa) - Der finanziell unter Druck stehende Waffenhersteller Heckler & Koch fordert von seinen Mitarbeitern unbezahlte Extraarbeit.

Ein Firmensprecher bestätigte entsprechende Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite, ohne Zahlen zu nennen. Zuvor hatte die "Welt" berichtet, wöchentlich sollten 2,5 bis 3 Stunden zusätzlich gearbeitet werden.

Der Firmensprecher sagte: "Derzeit arbeiten wir an einem umfangreichen Innovations- und Wachstumspakt unter Einbindung aller Stakeholder von Heckler & Koch." Einen Zwischenstand zu den Verhandlungen wollte er nicht nennen. In Oberndorf arbeiten rund 800 Menschen für das Traditionsunternehmen.

Die Situation bei Heckler & Koch ist seit langem angespannt. Zwar ist das Auftragsvolumen hoch und die Firma kann sich Hoffnungen machen auf lukrative Großaufträge - etwa für das neue Standardgewehr der Bundeswehr, dessen Vergabeverfahren noch läuft.

Andererseits schrieb das Unternehmen zuletzt rote Zahlen und der Schuldenberg ist hoch. Außerdem muss die Firma wegen Waffenexporten nach Mexiko einem Gerichtsurteil zufolge tief in die Tasche greifen - Verkaufserlöse von 3,7 Millionen Euro sollen eingezogen werden. Allerdings legte Heckler & Koch Revision ein gegen die Entscheidung des Stuttgarter Landgerichts.

Seit knapp einem Jahr hat mit Jens Bodo Koch ein neuer Chef das Sagen bei Heckler & Koch. Er versucht seither, die Firma wieder auf Kurs zu bringen - hierbei setzt er nun auch auf die Belegschaft. Das Unternehmen ist tarifgebunden, bisher gibt es dort eine 35-Stunden-Woche.

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