Hedge-Fonds drängen auf Smart-Verkauf

- Stuttgart - Der Stuttgarter Autokonzern Daimler-Chrysler gerät nach einem Pressebericht wegen der kränkelnden Kleinwagenmarke Smart unter Druck von Hedge-Fonds. Die Investoren wollten den designierten Konzernchef Dieter Zetsche nach Angaben aus Finanzkreisen insbesondere beim Thema Smart in die Zange nehmen. "Sie werden bald darauf dringen, Smart zuzumachen", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aus den Finanzkreisen.

Ein Smart-Sprecher sagte, "hier wird eine Spekulation breit getreten, die keinen realen Hintergrund hat." Das Unternehmen sei mitten im Umbau. "Die im März beschlossene, rasche Umstrukturierung von Smart läuft nach Plan." Smart werde nicht mehr, wie bisher geplant, ein volles Kleinwagenangebot für Daimler-Chrysler entwickeln, sondern sich auf das Zweitürer- und das Viertürermodell beschränken. In Europa fahre Daimler-Chrysler mit Smart eine forcierte Vertriebsoffensive, um besonders den Viertürer an den Mann zu bringen. Der neue Kurs bei Smart stehe nicht in Frage.

Laut FAZ spekulieren Hedge-Fonds darauf, dass Zetsche die operative Sanierung von Daimler-Chrysler gelinge. Wenn allerdings nicht binnen einiger Monate Fortschritte erkennbar seien, würden sie massiven Druck ausüben, zitiert das Blatt einen Bankmanager. Zetsche werde nach seinem Start am Ruder von Daimler-Chrysler keinen Strategiewechsel einleiten, hieß es. Er habe im Daimler-Vorstand bisher alle Entscheidungen mitgetragen und stehe in Stuttgart für Kontinuität.

Nach Schätzungen führender Investmentbanker hielten die Fonds bereits rund 20 Prozent der Aktien des Dax-Konzerns, berichtete die Zeitung.

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