Er soll Banken um 200 Millionen Euro betrogen haben:

Hedgefonds-Manager verhaftet

Aschaffenburg - Weil er Banken um 200 Millionen Euro betrogen haben soll, ist ein Hedgefonds-Manager nach einer Razzia in seinem Haus in Aschaffenburg verhaftet worden.

Dem 50-jährigen Fondsmanager und Milliardär Helmut K. werde besonders schwerer Betrug und Untreue vorgeworfen, ließ sein Münchner Anwalt Lutz Libbertz am Donnerstag mitteilen.

Der Würzburger Staatsanwaltschaft zufolge ist K. für den in der Karibik registrierten Fonds K1 Global Sub Trust verantwortlich. Er habe gegen die mit einer englischen und einer französischen Bank vereinbarte Anlagerichtlinien verstoßen und “Gelder in mehrstelliger Millionenhöhe abredewidrig verwendet“.

Hausdurchsuchung in Aschaffenburg

Am Mittwoch hatten Staatsanwälte und Steuerfahnder K. Haus und andere Objekte durchsucht. Zu den Geschädigten sollen neben der britischen Barclays-Bank auch die französische BNP Paribas gehören. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wollte sich zu den aktuellen Ermittlungen nicht äußern. Allerdings hatte sie der K1 Invest Ltd. mit Sitz auf den British Virgin Islands bereits 2004 das Finanzkommissionsgeschäft in Deutschland untersagt und die sofortige Abwicklung dieser Geschäfte angeordnet. Die K1 Invest Ltd. hatte Anlegern in Deutschland angeboten, in Termingeschäfte auf Währungen, Indizes und Rohstoffe zu investieren und mit dreistelligen Renditen geworben.

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