HeidelbergCement soll Millionen-Bußgeld bezahlen

Heidelberg/Düsseldorf - Der Baustoffhändler HeidelbergCement soll wegen angeblicher Preisabsprachen eines Zementkartells rund 170 Millionen Euro Bußgeld bezahlen.

Das habe das Oberlandesgericht Düsseldorf am Freitag entschieden, sagte eine Sprecherin des Baustoffhändlers. HeidelbergCement habe aber bereits Rechtsbeschwerde gegen das Urteil eingelegt. “Bis zum Vorliegen einer rechtskräftigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs, die nicht vor 2010 erwartet wird, müssen keine Zahlungen geleistet oder Sicherheiten gestellt werden“, teilte das Unternehmen mit.

HeidelbergCement wird vorgeworfen, mit mehreren anderen Herstellern die Preise für die Lieferung von Zement abgesprochen und damit jahrelang höhere Preise durchgesetzt zu haben. Das Bundeskartellamt hatte bereits im Jahr 2003 hohe Bußgelder verhängt, dagegen hatte HeidelbergCement Einspruch eingelegt. Das vom Düsseldorfer Oberlandesgericht verhängte Bußgeld liege um mehr als 80 Millionen Euro unter dem damaligen Bußgeldbescheid über 251,5 Millionen Euro, sagte die Sprecherin. Das Unternehmen bestreite “wesentliche Feststellungen des Sachverhalts sowie jeglichen Mehrerlös“. Dennoch habe HeidelbergCement angemessene Rückstellungen zur Risikovorsorge gebildet.

dpa

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