Wie das Heizen billiger wird

München - Die Energiepreise explodieren und viele Verbraucher schauen sich nach günstigeren Alternativen zu Gas und Öl um. Die gibt es tatsächlich. Doch es ist Rechnen angesagt. Wir erklären, worauf Sie achten müssen.

Optimale Dämmung

Eine Investition in neue Heiztechniken lohnt sich nur, wenn Dach, Fenster und Fassade dicht halten. Allein eine optimale Dämmung an folgenden Punkten kann einiges an Heizenergie sparen: Oberste Geschossdecke bzw. Dach 15 Prozent, Außendämmung bis zu 35 Prozent, Kellerdecke drei Prozent und neue Fenster 20 Prozent.

Moderne Heizung

Die einfachste Variante der Heizungsmodernisierung besteht im Kesseltausch. Wer eine alte Anlage gegen ein modernes Brennwertgerät ersetzt, der kann die Heizkosten um bis zu 20 Prozent senken.

Rund ein Drittel aller deutschen Haushalte heizt mit Öl. Wer hier auf eine Brennwertanlage umschwenkt - die sich finanziell nach etwa neun bis zehn Jahren rechnet -, hat einen geringeren Brennstoffverbrauch als mit einem Öl-Niedrigkessel und eine Kombinationsmöglichkeit mit Solarwärme. Wer dabei klassisches Heizöl verwendet, muss das anfallende Kondensat allerdings aufwändig entsorgen.

Die meisten Menschen heizen mit Gas: rund die Hälfte aller deutschen Haushalte besitzt eine Erdgasheizung. Sie sind beliebt, weil sie sehr sauber, sehr sicher und höchst effizient sind. Doch der steigende Gaspreis trübt die ansonsten empfehlenswerte Technologie. Landbewohner, die mit Flüssiggas heizen, müssen Kosten für den Tank einkalkulieren. Liegt keine Erdgasleitung am Haus an, ist zu überlegen, ob nicht eine Holz- oder Erdwärmeheizung langfristig günstigere Versorgungssicherheit bietet.

Pelletheizung

Pelletheizungen sind zur Zeit der Renner am Heizungsmarkt: Mit 14 000 bis 17 000 Euro liegen die Anschaffungskosten fast doppelt so hoch wie bei Öl- oder Gas. Schließlich braucht es u. a. Tanks im Keller für die Holzpellets. Bezieht man Fördermittel und den deutlich billigeren Brennstoff in die Kalkulation mit ein, rechnen sich Pelletanlagen nach etwa acht bis zehn Jahren.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe nutzt die regenerative Energie der Erde, ist ähnlich teuer in der Anschaffung wie die Pelletheizung und braucht ebenso viel Platz. Die Verbrauchskosten sind zwar gering, dennoch lohnt sich diese Form nur langfristig.

Solar-Kombination

Jedes moderne Heizsystem lässt sich mit Solarunterstützung optimieren. Bereits fünf bis acht Quadratmeter Kollektorfläche reichen aus, um ein Einfamilienhaus mit Warmwasser zu versorgen. Wer zudem mit Sonnenwärme heizen möchte, der benötigt die zwei- bis dreifache Kollektorfläche.

Mehr Informationen

zum Thema gibt es unter der Fax-Abrufnummer 0900/125 26 65 54 40 (62 Cent/Minute, 6 Seiten) noch bis einschließlich 26. September.

Kein Fax? Dann senden Sie einen mit 0,90 Euro frankierten Rückumschlag plus 1,45 Euro in Briefmarken unter dem Stichwort "Heizkostenvergleich" an: Versandservice, Lerchenstr. 8, 86938 Schondorf.

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