Heizkosten bis zu 77 Prozent höher?

Berlin - Experten erwarten gegenüber vergangenem Winter explodierende Mehrausgaben für Energie.

Der Winter wird teuer. Fallen die Temperaturen, steigen die Energiekosten - das ist normal. Ungewöhnlich sind aber diesmal die extrem hohen Preise. Bis zu 77 Prozent Mehrausgaben drohen den Verbrauchern bei einem Kälteeinbruch, rechnet "Spiegel-Online" vor.

Die Gasrechnung eines Vier-Personen-Haushalts mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden könnte demzufolge allein für die Monate Dezember bis Februar auf knapp 750 Euro steigen - das sind über 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Wer sein Einfamilienhaus mit Öl heizt, muss unter Umständen 77 Prozent mehr zahlen. Beim Strom sind für eine vierköpfige Familie über 20 Prozent mehr fällig.

Ein Problem ist der milde Winter 2006/2007. Viele Energiekonzerne hatten daraufhin die Abschlagszahlungen der Verbraucher gesenkt. "Kommt jetzt ein kalter, langer Winter sind hohe Nachzahlungsforderungen möglich", warnt der Bundesverband der Energieund Wasserwirtschaft. Experten der Unicredit kommen laut "Bild" gar auf Kostensteigerungen von insgesamt 20 Milliarden Euro bei Heizöl, Gas, Strom und Sprit.

Letzterer bereitet den Autofahrern immer mehr Sorgen: Steigen die durchschnittlichen Benzinpreise von aktuell 1,48 Euro auf 1,50 Euro je Liter, dann würde jeder zweite Autofahrer in Deutschland sein Fahrverhalten ändern und zunehmend auf andere Verkehrsmittel umsteigen. 68 Prozent wollen spritsparender fahren, ergab eine Umfrage von TNS Emnid.

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