Umwelthilfe gewinnt Prozess um Diesel-Fahrverbot in Stuttgart

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Heizöl so günstig wie zuletzt 2010

Hamburg - Für Heizölkunden waren die vergangenen vier Jahre keine gute Zeit. Heizöl war teuer wie nie zuvor. Nun fallen die Preise wieder. Händler raten zum Kauf.

Wegen der gefallenen Ölpreise ist auch Heizöl in Deutschland so günstig wie seit langem nicht mehr. Für 100 Liter Heizöl müssen die Kunden in vielen Regionen Deutschlands weniger als 75 Euro (bei Abnahme von 3000 Litern, inkl. Mehrwertsteuer) bezahlen, wie aus Preisinformationen verschiedener Anbieter im Internet hervorgeht. So günstig war Heizöl zuletzt im Dezember 2010. Vor einem Jahr waren noch mehr als 82 Euro je 100 Liter zu bezahlen. Die Ersparnis für einen 3000-Liter-Kauf beträgt für einen Hausbesitzer damit rund 240 Euro.

Auch im Durchschnitt des Jahres wird der Heizölpreis unter 80 Euro liegen und damit auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren. „Die aktuellen Heizölpreise sind Kaufpreise, klarer Fall“, heißt es im Marktkommentar der Firma Tecson, eines Anbieters von Tanktechnik. Die Preise für Öl und Heizöl könnten jedoch auch noch weiter sinken. Der Rohölpreis steht inzwischen nur noch knapp über 80 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent und damit ungefähr auf dem Niveau von vor vier Jahren.

Damit könnte auch der Gaspreis unter Druck geraten. Die frühere enge Bindung des Gaspreises an den Ölpreis hat sich mittlerweile weitgehend aufgelöst, ist aber noch nicht völlig verschwunden. „Es gibt noch ölindexierte Gaslieferverträge und Öl ist letztlich die Leitwährung auf den Energiemärkten“, sagte Rainer Wiek vom Energie Informationsdienst EID in Hamburg. „Aber es ist nicht mehr so, dass Gaskunden automatisch von fallenden Ölpreisen profitieren.“ Zudem habe der Preisverfall beim Öl zwar bereits im Juni eingesetzt, aber erst im Oktober noch einmal richtig an Dynamik gewonnen. „Wenn die Entwicklung noch längere Zeit anhält, dann wächst auch der Druck auf den Gasmarkt“, sagte Wiek.

Der Ölpreis fällt seit Mitte des Jahres, weil auf dem Weltmarkt ein Überangebot herrscht. Dazu haben sowohl die zusätzliche Förderung der USA mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Technik als auch eine allgemeine konjunkturelle Abkühlung beigetragen. Innerhalb der Opec hat sich Saudi-Arabien nicht zu Förderkürzungen entschließen können und damit anders als in früheren Jahren keinen Beitrag zur Stabilisierung der Preise geleistet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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