Heizölpreise treiben Kosten nach oben

- München - Höhere Heizölpreise haben die Lebenshaltungskosten in Bayern im Juli steigen lassen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Preise um 0,4 Prozent gestiegen, teilte das Landesamt für Statistik mit. Die jährliche Teuerungsrate lag wie im Juni unverändert bei 2,0 Prozent.

<P>Wie in den Vormonaten bekamen die Verbraucher die hohen Öl- und Benzinpreise zu spüren. Für Heizöl mussten sie im Vergleich zum Juni 5,4 Prozent mehr bezahlen. Binnen Jahresfrist wurde Heizöl sogar um 14,3 Prozent teurer. Benzin und Diesel verteuerten sich im Vergleich zum Juni um 0,8 und gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent.</P><P>Auch die Preise für Pauschalreisen legten saisonbedingt gegenüber Juni um 8,3 Prozent zu. Dagegen wurden die Reisen im Jahresvergleich um 2,4 Prozent günstiger. Die Preise für saisonabhängige Lebensmittel wie Kartoffeln, Obst und Gemüse gaben im Vergleich zum Juni um 3,9 Prozent nach. Günstiger waren auch Bekleidung und Schuhe zu erstehen. Wer zum Klamottenkaufen ging, musste 0,9 Prozent weniger als noch im Juni hinblättern.</P><P>Bei der Gesundheitspflege machte sich weiterhin die am Anfang des Jahres eingeführte Praxisgebühr bemerkbar. Hier stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahr um 20,8 Prozent. Auch gegenüber Juni mussten die Verbraucher 0,8 Prozent mehr für die Gesundheitspflege zahlen.</P><P>Der Präsident des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo, Hans-Werner Sinn, würde sich indes eine höhere Teuerungsrate wünschen. Für den Euro-Raum sei in diesem Jahr mit einer Preissteigerung um 2,1 Prozent zu rechnen. "Das ist zu wenig für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung", sagte er laut "Handelsblatt". Das richtige Inflationsmaß wäre bei 2,5 Prozent, meinte Sinn.</P>

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