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Kasper Rorsted

Kasse für Übernahmen voll

Henkel-Chef Rorsted nicht zu Linde

Düsseldorf/München - Henkel-Chef Rorsted wurde als Favorit für den Chefposten bei Linde gehandelt. Doch der 51-Jährige steht für einen Wechsel von Düsseldorf nach München nicht zur Verfügung.

Henkel-Chef Kasper Rorsted hat große Pläne für das Düsseldorfer Unternehmen und wechselt nicht zu Linde. „Wir kommentieren keine Spekulationen, aber für eine Position bei Linde steht Herr Rorsted nicht zur Verfügung“, sagte ein Sprecher des Persil- und Pritt-Herstellers am Sonntag. Zuvor hatte die „Welt“ (Donnerstag) berichtet, Rorsted zähle zu den Favoriten des Linde-Aufsichtsrates für die Nachfolge des jetzigen Vorstandschefs Wolfgang Reitzle. Der 64-jährige Reitzle wird den Dax-Konzern im Mai 2014 verlassen.

Rorsted plant eine weitere Verschlankung des Markenangebots bei Henkel und will lange vorbereitete Übernahmen jetzt konkret angehen. Er sei „sehr gerne bei Henkel“. Seine ganze Aufmerksamkeit gelte den neuen Vier-Jahres-Zielen des Unternehmens, sagte der 51-Jährige der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Wir hatten einst über 1000 Marken, jetzt sind wir bei unter 400“, sagte er. Bis 2016 sollten weitere rund 150 Henkel-Marken verkauft, eingestellt oder unter ein anderes Markendach gebracht werden.

Dabei gehe es nicht um Einsparungen, sondern um Konzentration der Werbeausgaben auf starke Titel wie „Persil“, „Schwarzkopf“ oder „Loctite“, sagte der Chef des Dax-Unternehmens.

Henkel wolle Übernahmen konkret angehen und habe dafür eine volle Kasse, bekräftigte Rorsted: „Unser finanzieller Spielraum liegt im Moment bei vier Milliarden Euro und wird sich weiter erhöhen.“ Henkel habe mögliche Akquisitionsziele gründlich analysiert. „Jetzt geht es an die Umsetzung.“

Nach Informationen der „Börsenzeitung“ (Samstag) nimmt Henkel 80 mögliche Kaufkandidaten genauer unter die Lupe. Der Konsumgüterkonzern wolle sich in allen drei Sparten (Klebstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik/Körperpflege) verstärken, sagte Finanzvorstand Carsten Knobel der Zeitung.

Henkel halte trotz der Konjunktureintrübung für 2013 an seiner Prognose eines Umsatzwachstums von 3 bis 5 Prozent fest, sagte Rorsted der „Rheinischen Post“.

dpa

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