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Das Henkel-Werksgelände in Düsseldorf.

Henkel übernimmt französisches Unternehmen Spotless

Düsseldorf - Der Düsseldorfer Markenartikler Henkel ist auf Einkaufstour. Zum Wochenanfang übernahm er US-Hersteller von Haarpflegeprodukten. Jetzt erwirbt er einen französischen Waschmittelproduzenten.

Der Persil-Hersteller Henkel baut seine Position auf dem europäischen Waschmittel-Markt weiter aus. Für 940 Millionen Euro übernimmt der Düsseldorfer Markenartikler (Schwarzkopf, Fa, Pritt) den französischen Wettbewerber Spotless Group, wie er am Donnerstag mitteilte. Die Franzosen stellen vor allem Waschhilfsmittel wie Waschtücher, Fleckenentferner und Textilfarben her. Zudem bieten sie Insektenschutzmittel und Haushaltspflegeprodukte an.

Henkel-Chef Kasper Rorsted betonte, der Zukauf stärke die Position von Henkel in wachstumsstarken und hochprofitablen Segmenten. Das Unternehmen erschließe sich damit weiße Flecken auf dem europäischen Markt und runde seine Angebotspalette ab.

Für die Düsseldorfer ist es ist bereits die zweite Übernahme in dieser Woche. Erst am Montag hatte Henkel Zukäufe im Haarpflegegeschäft in den USA für 270 Millionen Euro bekanntgegeben. Doch die Einkaufstour des Markenartiklers muss damit noch nicht zu Ende sein. Ein Sprecher erklärte, dass der Konzern Spielräume für weitere Übernahmen habe. Henkel hatte zuletzt für alle seine Geschäftsfelder - Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik sowie Klebstoffe - Zukäufe in Aussicht gestellt. Dafür stehen insgesamt 4,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Spotless Group ist mit ihren in Deutschland eher unbekannten Marken wie Eau Ecarlate, Dylon, Grey, Vim und Catch vor allem in Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den Benelux-Ländern auf dem Markt. Hauptgeschäft der Franzosen sind Waschhilfsmittel. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Spotless mit rund 470 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von rund 280 Millionen Euro.

Der Kaufpreis entspricht nach Henkel-Angaben gut dem Zwölffachen des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Bislang gehört das Unternehmen der britischen Beteiligungsgesellschaft BC Partners. Der Zukauf muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Henkel rechnet mit einem Abschluss spätestens im ersten Quartal 2015.

An der Börse kam das Geschäft gut an. In den ersten Handelsstunden legte das Henkel-Papier rund 0,5 Prozent zu und war damit einer der größten Gewinner im Leitindex Dax.

dpa

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