Heros: Kritik von Verdi

- Hannover - Im Betrugsskandal beim Geldtransporter Heros hat die Gewerkschaft Verdi scharfe Kritik an dessen Kunden und Konkurrenten geübt. Verdi-Vorstand Dorothea Müller prangerte in der "Netzeitung" die "Geiz ist geil"-Mentalität der Auftraggeber an: "Die haben weder nach rechts oder links geschaut, sondern nur auf den Preis." Schuld hätten aber auch die anderen Geld-Lieferanten, so Müller. Sie hätten Heros als schwarzes Schaf enlarven sollen.

Auch die Arbeitsbedingungen bei Heros bemängelte die Dienstleistungsgewerkschaft. "Betriebsräte gab es ursprünglich gar nicht", sagte Verdi-Fachbereichsleiterin Sonja Brüggemeister. Später habe man Arbeitnehmervertretern gedroht, keine Aufträge mehr an Standorte zu vergeben, wenn dort die Betriebsräte nicht zurücktreten.

Nach Verdi-Informationen kam es auch zu massiven Arbeitszeit-Überschreitungen. So hätten Mitarbeiter nicht wie vereinbart Neun-, sondern mitunter 14-Stunden-Schichten schieben müssen.

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