Von Hettlage bleibt nichts als der Name

- Neuried - Das endgültige Aus für ein weiteres traditionsreiches Einzelhandelshaus aus Bayern ist wohl besiegelt. Die Bekleidungskette Hettlage, die sich bereits im Insolvenzverfahren befindet, hat für die verbleibenden Filialen keine Interessenten gefunden. Daher sollen noch im ersten Halbjahr 2005 alle 19 Filialen geschlossen werden und die Zentrale in Neuried (Lkr. München) - einzige Immobilie des Konzerns - verkauft werden.

<P>Insolvenzverwalterin Barbara Beutler: "Die ersten Filialen sind Januar und Februar dran, Ende Juni die restlichen." Selbst für die lukrative MS Mode + Sport-Kette, die Standorte auf der grünen Wiese unterhält, habe sich kein Übernehmer gefunden. Für die 150 Mitarbeiter in Neuried bleibt nur die Hoffnung auf eine Übergangsfrist. Es könne sein, so Beutler, dass die Zentrale in verkleinertem Umfang weitergeführt wird, bis das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist. Wie unsere Zeitung erfahren hat, sollen zehn bis zwölf Filialen noch bis Februar dichtmachen. Geschlossen werden die MS-Fachmärkte, die Häuser in Pasing, Bamberg, Augsburg, Landshut, Regensburg und Nürnberg.<BR><BR>Das Filetstück von Hettlage, das Stammhaus in der Münchner Fußgängerzone, hat als Einziges einen Investor gefunden. Und weil dieser den renommierten Namen zu schätzen wusste, wird "Hettlage" wenigstens als Firmenschild weiter bestehen. "Piazza Hettlage" heißt die Filiale heute.<BR><BR>Dabei waren alle Beteiligten recht zuversichtlich in das Insolvenzverfahren gegangen und hatten gehofft, Hettlage mit dereinst über 1000 Mitarbeitern werde in abgespeckter Form weiterbestehen können. "Das Unternehmen wackelt und ist in der Krise, es wird aber eine Perspektive geben", meinte die Insolvenzverwalterin noch im April. Im Lauf der folgenden Monate wurden 25 Filialen geschlossen und die Hälfte der Mitarbeiter in Neuried entlassen. Nun folgt der Rest.<BR></P>

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