HGAA-Debakel: Sparkassen vertrauten BayernLB-Vorstand

München - Voll und ganz verlassen haben sich die Sparkassen-Vertreter seinerzeit in der heißen Phase des Kaufs der Hypo Alpe Adria auf die Landesbank. Dies sagte der frühere Obmann der Sparkassen jetzt vor dem Untersuchungsausschus.

Die Sparkassenvertreter im BayernLB-Verwaltungsrat haben dem Landesbankvorstand in der entscheidenden Phase des milliardenschweren Kaufs der Hypo Alpe Adria (HGAA) voll vertraut. Man habe sich damals auf die Darstellung des Vorstands verlassen, wonach keine gewichtigen Gründe gegen das HGAA-Geschäft sprächen, sagte der frühere Landesobmann der bayerischen Sparkassen, Alois Hagl, am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des Landtags.

Sparkassenpräsident Siegfried Naser habe damals die Aussage von BayernLB-Chef Werner Schmidt weitergegeben, es gebe keine sogenannten “Dealbreaker“, die das Geschäft gefährden würden. Damit hätten sich die Sparkassenvertreter im BayernLB-Verwaltungsrat zufriedengegeben. “Ich hatte keine Zweifel an den Aussagen“, betonte Hagl. Es habe keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass der HGAA-Kauf - unter Abwägung der Chancen und Risiken - ein Hasardspiel (Glücksspiel) sei.dpa

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