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Der Wirtschaftsstandort Oberbayern strotzt vor Kraft: Beschäftigung, Exportstärke, Kaufkraft – in allem werden auch heuer wieder Spitzenwerte erreicht.

Wirtschaftsstandort Oberbayern

"Hier glauben junge Leute an die Zukunft"

München - Der Wirtschaftsstandort Oberbayern strotzt vor Kraft: Beschäftigung, Exportstärke, Kaufkraft – in allem werden auch heuer wieder Spitzenwerte erreicht. Und: Immer mehr Menschen aus dem übrigen Bundesgebiet ziehen in den Speckgürtel rund um München.

Um stolze 8,2 Prozent soll die Bevölkerung in den kommenden 20 Jahren zulegen, am stärksten in der Stadt und dem Landkreis München sowie in den Landkreisen Ebersberg, Erding, Dachau und Fürstenfeldbruck. „Das Schöne ist: Es sind die jungen Leute, die an diesem Standort an die Zukunft glauben“, sagt Peter Driessen, der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, bei der Präsentation der neuen Broschüre „Wirtschaftsraum München – Oberbayern“, in der statistische Daten durch grafische Aufbereitung anschaulich gemacht werden. Dank des Zuzugs junger Familien werde es in der Region auf Jahre hinaus einen stabilen Geburtenüberschuss geben.

Doch Driessen warnt auch davor, sich nun im Licht all der positiven Daten zu sonnen, und darüber die Weiterentwicklung des Standortes zu vergessen. „In einen erfolgreichen Wirtschaftsraum muss man permanent investieren“, erklärt er. Deshalb bedauert Driessen die vergangene Woche durch die Volksentscheide abgeschmetterte Olympiabewerbung. „Sie wäre eine Chance gewesen, drängende Verkehrsprojekte in einem fixen Zeitrahmen durchzuziehen.“ Generell sieht der IHK-Chef den Umgang in Deutschland mit großen Projekten mit Sorge. So dürfe man in einer repräsentativen Demokratie nicht alle Entscheidungen beim Bürger abladen. Denn von Betroffenen vor Ort könne man nicht den Blick auf das Gesamtinteresse verlangen. Vor allem bei Projekten im Rahmen der Energiewende – seien es Windräder oder Pumpspeicherkraftwerke – bekomme man auf diesem Weg mit Sicherheit gar nichts mehr umgesetzt.

Die Kosten und die Verfügbarkeit von Energie sind auch einer der Punkte, die den Unternehmen laut einer IHK-Umfrage am meisten Sorge bereiteten. Doch auch der Fachkräftemangel und die hohe Zahl von offenen Lehrstellen stelle ein wachsendes Problem dar. Schon heute fehlten rund 114 000 Fachkräfte in Bayern, 2800 Ausbildungsplätze blieben zuletzt allein in oberbayerischen IHK-Betrieben unbesetzt. Dabei, so Driessen, sei die Ausbildungsbereitschaft groß: Allein in diesem Jahr konnten 1117 Unternehmen neu als Ausbildungsbetriebe gewonnen werden.

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