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HLX: Ein weiterer Billig-Flieger landet in München

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- München - Billig-Fluglinien haben lange einen Bogen um München gemacht. Jetzt landet einer nach dem anderen auf dem Flughafen im Erdinger Moos: zum Beispiel Air Berlin, Germania Express und Germanwings. Seit gestern fliegt auch Hapag-Lloyd-Express regelmäßig von München nach Italien und Großbritannien. Michael Kerkloh, Chef der Betreibergesellschaft FMG, erwartet in diesem Segment weiteren Zuwachs.

Um 12.50 Uhr, hob gestern die erste Boeing 737 der Hapag-Lloyd-Express (HLX) nach Palermo ab. Viermal pro Woche wird die Tui-Tochter nach Sizilien fliegen, ebenso oft nach Olbia auf Sardinien und dreimal nach Newcastle, der Hafenstadt im Nordosten Englands. 100 000 Passagiere erhofft sich HLX im ersten Jahr von der München-Verbindung. Insgesamt sollen die Fluggastzahlen der Billig-Linie von 2,7 Millionen im Vorjahr auf heuer 3,8 Millionen Passagiere steigen.

"Der Low-Cost-Markt wächst beeindruckend, während die Zahlen im Charter-Bereich rückläufig sind", erklärt HLX-Geschäftsführer Roland Keppler. Er glaubt, dass mit niedrigen Preisen neue Kunden zu gewinnen sind, die sonst gar nicht gereist wären. Er könne sich weitere Ziele - insbesondere in Italien und England - vorstellen, die künftig von München aus angesteuert werden.

München sei nach Köln/Bonn und Hahn der drittgrößte Flughafen für Billig-Linien, erklärte FMG-Chef Kerkloh. Zwar sei "dieses Segment nicht prägend für die Verkehrsfunktion und Identität unseres Flughafens". Doch sei in diesem Bereich weiteres Wachstum zu erwarten. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres ist das Aufkommen mit Billig-Flügen in München um 30 Prozent gestiegen.

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