+
Die Mitarbeiter und der Betriebsrat von Hochtief stemmen sich gegen eine Übernahme durch den spanischen Baukonzern ACS.

Hochtief-Betriebsrat "stinksauer" auf IG BAU

Köln - Der Betriebsrat des umkämpften Essener Baukonzerns Hochtief ist weiterhin empört über die Gewerkschaft IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU).

Lesen Sie auch:

Hochtief-Übernahme: ACS knapp unter 30 Prozent

Die Absprachen der Gewerkschaft mit dem spanischen Unternehmen ACS, das eine feindliche Übernahme von Hochtief anstrebt, seiengegen den ausdrücklichen Willen des Betriebsrates erfolgt, sagte dessen Vorsitzender Siegfried Müller am Donnerstag dem Westdeutschen Rundfunk. “Wir fühlen uns brüskiert“, sagte Müller. “Wir sind stinksauer“.

In der Nacht war eine wichtige Frist im Übernahmekampf abgelaufen. Aber erst Anfang Januar soll bekannt gegeben werden, ob ACS inzwischen 30 Prozent der Hochtief-Aktien besitzt. Dann würde der angestrebte Erwerb der Mehrheit für die Spanier wesentlich einfacher.

ACS hat der Gewerkschaft unter anderem Zusagen zum Erhalt der Arbeitsplätze bis 2013 gemacht. Dies bedeutet für Müller nicht viel. Bis die Spanier überhaupt Entscheidendes bei Hochtief durchsetzen könnten, werde es Ende 2012 sein, sagte er. Viele der Zusagen von ACS seien eingeschränkt durch die Formulierung “zur Zeit“ und daher rechtlich vermutlich gar nicht bindend. Der Betriebsrat habe es abgelehnt, dass die IG BAU mit ACS für die Hochtief- Mitarbeiter verhandle. Nun könne er aber wohl nicht mehr eingreifen. Müller wiederholte seine Vermutung, IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel selbst wolle in den Vorstand des fusionierten Konzerns eintreten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten …
USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
VW und Audi halten sich im Falle Stadler alle Optionen offen. Der Audi-Chef wurde beurlaubt und der bisherige Vertriebsvorstand Schot auf seinen Posten berufen. …
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.