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Die Schäden des Hochwassers in Europa werden die Allianz voraussichtlich um die 500 Millionen Euro kosten

Schätzung

Rekordflut kostet Allianz halbe Milliarde

München - Europas größter Versicherer Allianz muss nach der Flutkatastrophe in Europa voraussichtlich für Schäden in Höhe von 350 Millionen Euro geradestehen. Zahlen muss der Konzern weit mehr.

Die Zahlungen an die betroffenen Kunden in Deutschland, Österreich und benachbarten Ländern dürften sogar eine halbe Milliarde Euro übersteigen, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Allerdings hat die Allianz einen Teil der Risiken bei Rückversicherern abgesichert. Dadurch falle die tatsächliche Belastung des Dax-Konzerns geringer aus.

Somit könnte die Nettobelastung für den Konzern nur halb so hoch liegen wie bei der Elbe-Flut im Jahr 2002 mit damals 710 Millionen Euro. Genaue Zahlen will die Allianz mit ihrer Halbjahresbilanz am 2. August veröffentlichen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) traut sich derweil noch keine konkrete Schätzungen zu. Allerdings erklärte GDV-Präsident Alexander Erdland: „Wir müssen davon ausgehen, dass der Schaden durchaus höher sein kann als bei der Elbe-Flut 2002.“ Damals summierten sich die Schäden für die Branche auf rund 1,8 Milliarden Euro. Derzeit seien aber noch keine stabilen Prognosen möglich.

Auch bei der Munich Re hieß es am Freitag, für eine Schadenschätzung sei es noch zu früh, weil das Hochwasser jetzt erst ablaufe. Dagegen aktualisierte die Versicherungskammer Bayern ihre Schätzungen und rechnet nun mit rund 50 Millionen Euro an eigenen versicherten Schäden. Der Versicherer Generali geht nach Rückversicherung und Steuern von rund 100 Millionen Euro aus.

dpa

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