Höhere Löhne wandern an Vermieter weiter

- München - In München und Oberbayern verdienen die Menschen am meisten im Freistaat. Doch können sie mit ihrem Geld weniger anfangen als andere Bayern. Vor allem die horrenden Mieten schlucken den Verdienstvorsprung in der Landeshauptstadt, wie aus einer Studie des Bayerischen Wirtschaftsministeriums hervorgeht.

<P>Die Kaufkraft in 21 Regionen Bayerns wurde in der Studie verglichen. Demzufolge können die Menschen in Landshut fast 15 Prozent mehr mit ihrem Geld anfangen als die Münchner. Auf Platz zwei folgt Passau mit einem Plus von gut 13 Prozent, dritter ist Bayreuth mit knapp zwölf Prozent größerer Kaufkraft. "Die im Vergleich zur Landeshauptstadt geringen Einkommen werden hier durch niedrigere Lebenshaltungskosten mehr als ausgeglichen", sagte Wirtschaftsminister Otto Wiesheu. Das heißt: Die Menschen in Oberbayern haben mehr auf dem Konto stehen, aber eben auch mehr auf der Supermarkt-Rechnung, der Restaurant-Quittung und dem Dauerauftrag für die Miete. Unterm Strich läuft also mehr Geld um, aber es bleibt nicht mehr an den Verbrauchern hängen. "Die wichtigste Rolle spielt dabei das sehr unterschiedliche Mietniveau", teilte das Ministerium mit.</P><P>München selbst rangiert der Studie zufolge auf Platz 15, Rosenheim sogar nur an 19. Stelle mit einem rund fünf Prozent niedrigeren Wert als München. Am geringsten ist die Kaufkraft laut Wirtschaftsministerium in Cham (minus 8,9 Prozent) und Bad Reichenhall (minus 14 Prozent). Trotz der großen Unterschiede kommt Wiesheu wenige Wochen vor der Landtagswahl zu dem Schluss, dass die Kaufkraft "erfreulich gleichmäßig über alle Regionen im Freistaat verteilt" sei.</P>

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