Höhere Zuverdienstgrenzen für Rentner?

Berlin - Die Bundesregierung hat Berichte zurückgewiesen, wonach sich die Koalition auf bessere Hinzuverdienstregelungen für Frührentner verständigt hat.

“Dazu gibt es noch keine abschließenden Überlegungen, geschweige denn Abstimmungen innerhalb der Regierung“, sagte der Sprecher des Arbeitsministeriums, Jens Flosdorff, am Montag in Berlin. Es gebe Pläne, “dass man diese relativ starr geregelten Hinzuverdienstgrenzen etwas lockerer gestaltet“. Diese Überlegungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Das Modell, das der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Heinrich Kolb vorgeschlagen habe, solle in die weiteren Überlegungen einbezogen werden, sagte Flosdorff.

Im Laufe des Jahres sollten die Überlegungen konkreter werden. Es gebe jedoch noch keinen Fahrplan für ein Gesetzgebungsverfahren. Die “Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass sich die Fachpolitiker von Union und FDP auf eine Änderung der Zuverdienstgrenzen verständigt hätten. Wer vor 65 in Altersrente geht, soll künftig soviel dazuverdienen können, bis das letzte Bruttogehalt erreicht ist. Die Neuregelung erlaube zum Beispiel einer Verkäuferin mit einem Bruttogehalt von zuletzt 2.200 Euro im Monat und einer Altersrente von 730 Euro einen Zuverdienst bis zu 1.470 Euro monatlich, ohne Einbußen bei der gesetzlichen Rente hinnehmen zu müssen. Unberührt bleiben die Vorschriften für Ruheständler ab 65. Sie können schon heute unbegrenzt dazuverdienen. Die FDP-Fraktion bestätigte den Bericht zunächst, eine Sprecherin der Unionsfraktion sagte dagegen: “Es gibt noch kein Ergebnis.“

dapd

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