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Mögliche Käufer und Investoren für Escada.

Hoffnung für Escada: Es gibt Interessenten

Düsseldorf/München - Für den insolventen Damenmodekonzern Escada gibt bereits mehrere Interessenten.

Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Christian Gerloff bestätigte am Freitag auf Anfrage einen entsprechenden Medienbericht. “Es gibt mehrere Interessenten, die sich beim Insolvenzverwalter oder beim Vorstand gemeldet haben. Wir werden zügig Gespräche aufnehmen, um zu prüfen, wie weit dieses Interesse geht.“

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Nähere Angaben zur Zahl der möglichen Käufer oder Investoren machte er aber nicht. Der Sprecher ließ auch offen, ob es sich um Finanz- oder strategische Investoren handelt. Der Sprecher ließ auch offen, ob es sich um Finanz- oder strategische Investoren handelt, darunter Modedesigner Wolfgang Joop. Unter Berufung auf das Umfeld Joops heißt es aber, der Modedesigner konzentriere sich derzeit auf ein Engagement beim Unterwäsche-Hersteller Schiesser, den Joop mit einer Investorengruppe übernehmen will.

Die Entwicklung bei Escada werde aber aufmerksam beobachtet. Dem Vernehmen nach will Gerloff in den kommenden ein bis zwei Wochen Gespräche mit den Interessenten aufnehmen und deren Pläne für die Zukunft der Luxusmarke prüfen.
Die Marke Escada ist der größte Wert, den der Konzern und einst größte Damenmodehersteller der Welt zu bieten hat. Der Markenberater Franz Maximilian Schmid-Preissler bezifferte den Wert des Labels auf einen Millionenbetrag im oberen dreistelligen Bereich. Vor allem auf den für Escada wichtigen Märkten USA und Asien sei die Marke nach wie vor hoch angesehen. “Dort hat Escada ein goldgerändertes Image.“ Escada mit weltweit rund 2300 Beschäftigten hatte in der vergangenen Woche Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen war durch hohe Verluste, Umsatzrückgänge und eine große Schuldenlast in die Existenzkrise geraten, ein Rettungskonzept für den Luxusmodehersteller scheiterte.

dpa

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