News-Ticker: 13 Deutsche teils lebensgefährlich verletzt - Tote möglich

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Hohe Arbeitslosigkeit hemmt Wohnungserwerb

- München - Der Immobilienmarkt kommt nicht in Schwung. "Wer sich berechtigt oder auch nur gefühlt Sorgen um seinen Arbeitsplatz macht, wagt natürlich keine Immobilienfinanzierung", sagte Franz Wirnhier, Sprecher der Geschäftsleitung der Landesbausparkasse Bayern (LBS). Bau- oder Kaufwillige verzichten auf die Zuteilung, weil sie in der derzeitigen konjunkturellen Lage nicht bauen, umbauen oder auch nur modernisieren wollen.

Das Finanzierungsgeschäft der LBS litt unter dieser Zurückhaltung ebenso wie unter den niedrigen Zinsen. Nachdem 2004 schon wieder die Baugenehmigungen für Eigenheime um 14,1 Prozent sanken, ging es in den ersten drei Monaten dieses Jahres sogar um 45,1 Prozent bergab. Konjunkturflaute und hohe Arbeitslosigkeit hemmen die Kaufbereitschaft und damit logischerweise die Kreditnachfrage.Anders dagegen habe das Neugeschäft mit Bausparverträgen der LBS "viel Freude" bereitet. Für 5,65 Milliarden Euro Bausparsumme schloss die LBS im vergangenen Jahr Neuverträge ab - ihr bisher drittbestes Ergebnis. "70 Prozent der Bundesbürger sehen im Abschluss eines Bausparvertrages den ersten Schritt in die eigenen vier Wände", sagte Wirnhier. Nur 42 Prozent der Deutschen (47 Prozent der Bayern und unter 20 Prozent der Münchner) besitzen eine Immobilie. Damit ist Deutschland auch hier Schlusslicht in Europa. In Großbritannien liegt der Immobilienbesitz bei 70 Prozent. Laut Wirnhier wollte die überwältigen Mehrheit der Bausparer ihren Vertrag für eine Immobilie einsetzen. Er sei der Einstieg in die "systematische Ansammlung von Eigenkapital". Dabei bietet ein Bausparvertrag langfristig mit einer "Passivverzinsung" nur 3,5 Prozent Rendite in der Spitze und 2,6 Prozent im Bestand - als Geldanlage zwar sehr sicher, aber auch sehr bescheiden.Welche politischen Veränderungen auch immer im September kommen werden und was mit der Eigenheimzulage geschieht, ist ungewiss. Die von vielen in Frage gestellte Eigenheimzulage sei als Begriff "verbraucht", nachdem sie seit Jahren immer wieder beschossen werde. Die Zukunftssicherung durch private Altersvorsorge und gezielte Familienpolitik seien zentrale Aufgaben der Politik. Dazu gehöre auch die Förderung und Aufwertung des Wohneigentums. Eine wohneigentumsfreundliche Regierungspolitik würde auch die Stimmung anheben und die Konjunktur beleben.

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