Hohe Lebensmittelpreise stürzen Millionen Menschen in Armut

Washington - Die Preise für Lebensmittel sind nach Angaben von Weltbank-Präsident Robert Zoellick auf einen gefährlich hohen Stand gestiegen und haben Millionen Menschen in extreme Armut getrieben.

Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Weltbank schnellten die weltweiten Lebensmittelpreise im vergangenen Jahr um 29 Prozent in die Höhe. Sie liegen damit nur drei Prozent unter dem Allzeithoch aus dem Jahr 2008.

Das hohe Preisniveau könne zu politischer Instabilität beitragen, warnte Zoellick. Am meisten zu leiden hätten unter der Entwicklung die Menschen in der sogenannten Dritten Welt, die etwa die Hälfte ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben.

Schätzungen der Weltbank zufolge sind wegen der gestiegenen Preise für Mais, Weizen und Öl seit vergangenem Juni rund 44 Millionen Menschen weltweit in extreme Armut abgestürzt. Zoellick erklärte, er rechne mit einem weiteren Preisanstieg. Grund dafür seien unter anderem Exportverbote und schlechte Wetterbedingungen.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Eschborn (dpa) - Wegen der kühlen Witterung in den Wintermonaten des Jahres 2016 mussten viele Haushalte in Mehrfamilienhäusern laut einer Analyse mehr heizen als im …
Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Der Bund erwartet eine EU-Quote für Elektroautos - doch das ächzende deutsche Stromnetz ist auf eine massenhafte Verbreitung von E-Mobilen gar nicht vorbereitet. Eng …
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer
Damit die Luft in Städten besser wird, sollen alte Diesel runter von der Straße - das war ein Ergebnis des Dieselgipfels. Autobauer bieten Prämien für Kunden, die sich …
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer
Machnig zu Wöhrl-Angebot: Air Berlin braucht mehrere Partner
Der Bund hält nichts von einer Komplett-Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin durch den Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl.
Machnig zu Wöhrl-Angebot: Air Berlin braucht mehrere Partner

Kommentare