FTI holt sich mit Anleihe frisches Geld

- München - Der Reiseveranstalter FTI will sich über eine Anleihe 30 Millionen Euro frisches Geld beschaffen und im laufenden Geschäftsjahr den Sprung in die Gewinnzone schaffen. "Wir wollen gesund und behutsam wachsen", sagte FTI-Chef Dietmar Gunz. Der Erlös aus der Anleihe, die mit einem Zinssatz von 6,75 Prozent platziert werden soll, solle für diesen Wachstumskurs eingesetzt werden. Größere Investitionsprojekte gebe es derzeit aber nicht, für Reiseveranstalter sei eine starke Liquidität wichtig. An einer Übernahme des Reiseshopping-Senders Sonnenklar TV ist Gunz nicht interessiert.

Pro-Sieben-Sat.1 prüft derzeit einen Verkauf des defizitären Senders. Als möglicher Interessent wurde in der Branche auch Gunz genannt. FTI verkauft Reisen über den Sender. Gunz betonte nun aber, weder er persönlich noch FTI als Unternehmen seien an einer Übernahme des Senders interessiert.FTI ist mit rund einer Million Kunden im Jahr der sechstgrößte Reiseveranstalter in Deutschland. Im Jahr 2003 hatte Gründer Gunz das Unternehmen von der britischen MyTravel-Group zurückgekauft. Im Geschäftsjahr 2003/04 (30. September) ging der Umsatz leicht auf knapp 546 Millionen Euro zurück. Der Vorsteuer-Verlust betrug noch gut 3 Millionen Euro nach einem Minus von knapp 62 Millionen Euro im Jahr zuvor. Im laufenden Jahr will FTI die Erlöse um 6,5 Prozent steigern und schwarze Zahlen schreiben.Die Anleihe wird direkt durch FTI begeben. Erwerber können sie zwar während der fünfjährigen Laufzeit frei an jemand anderen übertragen, es gibt aber keinen organisierten Markt, sodass möglicherweise zeitweise kein Käufer zu finden ist.

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