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Bei der Terminvereinbarung könnten AOK-Patienten den Streit zu spüren bekommen. In den vergangenen Jahren sei das aber nicht so gewesen, betont die AOK.

Zahnärzte rufen Puffertage aus

Honorar für AOK-Patienten unklar

München – Im Konflikt zwischen der AOK und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) ist eine Lösung momentan nicht in Sicht. In den kommenden Wochen könnten das auch Versicherte zu spüren bekommen.

Die KZVB ruft ab Samstag, 15. August, wieder die sogenannten Puffertage aus. Bis zum 11. September ist dann unklar, wie viel Honorar Zahnärzte für die Behandlung von AOK-Patienten erhalten. Im ärgsten Fall könne sich das auf ein Drittel reduzieren, teilt die KZVB den Zahnärzten mit.

Denkbar ist also, dass AOK-Patienten Nachteile haben könnten – etwa bei der Vereinbarung von Routineterminen ohne medizinischen Zeitdruck. Auch könnte es für Praxen ein Anreiz sein, ihren Urlaub so zu legen, dass sie während der Puffertage geschlossen sind. AOK-Sprecher Michael Leonhart betont allerdings, auch während der Puffertage, gelte für Zahnärzte die Behandlungspflicht, der sie bisher auch immer nachgekommen seien. Beschwerden von Versicherten über eine nachrangige Behandlung habe es während vergangener Puffertage jedenfalls „nicht in nennenswertem Ausmaß“ gegeben.

Der Grund für die Puffertage liegt in einem Streit zwischen AOK und der KZVB. Es geht um das Jahresbudget, das die Kasse zur Verfügung stellt und die KZVB an die Zahnärzte verteilt. Die KZVB fordert eine deutliche Erhöhung, die AOK bot drei Prozent. „Wir wollen, dass es auch in Zukunft in allen Regionen Bayerns ausreichend Zahnärzte gibt. Doch das setzt voraus, dass auch bei der AOK Bayern für die Zahnärzte Honorarsicherheit besteht“, sagt KZVB-Vorsitzender Janusz Rat. Die AOK verweist darauf, dass die Vergütung erst 2013 um 7,5 Prozent angehoben wurde. Das war die bisher letzte Einigung. Für das Jahr 2014 gab es keine, auch für 2015 kalkuliert die KZVB nach eigenen Angaben vorläufig noch mit dem Wert von 2013.

Wenn die KZVB – so wie jetzt – der Meinung ist, dass dieses Jahresbudget bald aufgebraucht ist, setzt sie den Punktwert aus, durch den Behandlungen an AOK-Patienten ein bestimmter Geldbetrag zugewiesen wird. Die Zahnärzte können dann nicht mehr sicher davon ausgehen, diesen Betrag für die Behandlung von AOK-Patienten zu erhalten.

Gegen einen Schiedsspruch aus dem Jahr 2014, der den Zahnärzten mehr als zwölf Prozent zusätzliches Budget zugestand, hatte die AOK erfolgreich vor dem Landessozialgericht geklagt. Im Herbst soll sich nun ein neues Schiedsamt der Sache annehmen. KZVB und AOK verhandeln derzeit nicht miteinander.

Von Sebastian Horsch

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