Hornblower Fischer steht vor der Pleite

- Frankfurt - Das traditionsreiche Wertpapierhandelshaus Hornblower Fischer AG ist wegen dubioser Privatgeschäfte seines Mehrheitsbesitzers Alexander Falk in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) habe beim Amtsgericht Frankfurt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte Hornblower-Vorstand Rüdiger Kimpel mit. Die Kundeneinlagen seien nicht bedroht. Falk sitzt wegen Betrugsverdachts in Untersuchungshaft, seine Konten sind gesperrt. Deshalb konnte Hornblower ihre finanziellen Forderungen gegen ihn nicht geltend machen, auf die die Bank zur Umsetzung ihres Sanierungskonzepts angewiesen war.

<P>Das Institut gehört zu knapp 76 Prozent der Holding des gescheiterten Hamburger Internetunternehmers Alexander Falk, der seit Pfingsten wegen Betrugverdachts in Untersuchungshaft sitzt. Insgesamt sind 41 Mitarbeiter betroffen.</P><P>Die Bank hat 5000 private und 250 institutionelle Kunden. Die Einlagen der Kunden seien bei anderen Geldhäusern abgesichert. Unter anderem seien dies die Commerzbank, die SEB und Hauck & Aufhäuser, berichtete Kimpel. "Die betreuten Vermögen sind daher in keiner Weise gefährdet." Von der Insolvenz nicht betroffen ist die amerikanische Tochter Hornblower Fischer & Co.</P><P>Auch die Finanzaufsicht Bafin betonte, von der Zahlungsunfähigkeit seien keine Kundenforderungen berührt. Hornblower sei gestattet, durch Einschaltung anderer Institute die Weiterbetreuung der Kundendepots sicherzustellen.</P><P>Alexander Falk, der Erbe des bekannten Stadtplanverlages Falk, den er 1995 verkauft hatte und mit dem er heute nichts mehr zu tun hat, beteiligte sich Anfang 2002 an Hornblower. Seitdem kämpfte das Institut ums Überleben. Vorstand Kimpel ist überzeugt, das Haus mit Hilfe eines Investors retten zu können.</P>

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