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Die Kunden werden sich in der Kostendebatte um den neuen Airbus A400M nicht einig.

Horrende Airbus-Kosten verursachen Unmut - Einigung nicht in Sicht

Istanbul - Die horrend steigenden Kosten für den Airbus A400M sorgen bei den Kunden für Unmut. Die Kostendebatte bleibt ohne Ergebnis. Der Druck auf das Unternehmen wächst.

Die wichtigsten Auftraggeber und Kunden des neuen Transportflugzeuges Airbus A400M haben sich noch nicht über mögliche Nachzahlungen in Milliardenhöhe an die Herstellerfirma geeinigt.

“Wir haben uns auf keine Zahlen gestern geeinigt, auch auf keine Aufteilung der Zahlen“, sagte Bundesverteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg am Freitag in Istanbul nach einem Treffen mit seinen Kollegen der anderen Kundenstaaten Belgien, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und der Türkei.

“Alles andere ist im Bereich der Gerüchte“, sagte er zu Berichten, wonach Frankreich eine Nachzahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro an Airbus vorgeschlagen habe.

Daran sollten sich die Kundenländer entsprechend ihrer Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg des A400M beteiligen. Dies würde bedeuten, dass die Staaten, die früher bereits 2 Milliarden zusätzlich bereitstellten, dann 3,5 Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant für das Flugzeug zahlen.

Airbus liegt bisher drei Jahre hinter dem vereinbarten Zeitplan zurück und hat mindestens 6,4 Milliarden Euro zusätzlich zu dem ursprünglich abgeschlossenen Festpreis gefordert.

Frankreichs Verteidigungsminister Hervé Morin teilte mit, Paris sei zur Zahlung von 400 Millionen Euro bereit, falls auch andere Länder sich beteiligten. In einer Erklärung der Verteidigungsminister nach dem Treffen in Lissabon heißt es, das Projekt solle unbedingt weitergeführt werden.

Es seien “wichtige Meilensteine bei den Verhandlungen“ mit Airbus erreicht worden. Die Kundenstaaten hätten erhebliche Anstrengungen gemacht, um auf die Schwierigkeiten des Herstellers zu reagieren.

Sie appellierten nun an Airbus, “zu einem raschen Ende der Verhandlungen zu kommen“. Erst am Donnerstag hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erklärt, es habe in der Frage der Aufteilung der Milliarden-Mehrkosten eine Annäherung gegeben.

dpa

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