HRE: 200-Millionen-Euro-Prozess beginnt

München - Am Donnerstag beginnt der bislang größte Prozess um Schadenersatzforderungen. Mehr als 50 verärgerte Anleger des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate haben bereits geklagt.

Lesen Sie auch:

Mehr als 50 Klagen gegen HRE anhängig

Guttenberg will Alternative zur Not-Verstaatlichung von Banken

Vor dem Landgericht München geht es um Forderungen in Höhe von 200 Millionen Euro. Die HRE gehört inzwischen dem Staat. Als Alternative zu einer solchen Not- Verstaatlichung will Wirtschaftsminister zu Guttenberg von der Insolvenz bedrohte Banken künftig per Gesetz unter eine Art Zwangsverwaltung stellen. Das berichtet die “Süddeutsche Zeitung“.

Guttenberg will Gesetz zur Zwangsverwaltung

Das Gesetz soll verhindern, dass Banken leichtfertig Risiken eingehen, weil sie sich auf staatliche Hilfen in Krisenzeiten verlassen. Laut “Süddeutscher Zeitung“ wurde der Gesetzentwurf vom Wirtschaftsministerium zusammen mit der Wirtschaftskanzlei Linklaters ausgearbeitet. Das Insolvenzrecht soll dem Bericht zufolge so geändert werden, dass es künftig auch auf systemrelevanten Banken angewandt werden kann, ohne dass die Gefahr von Verwerfungen auf dem Finanzmarkt oder gar sein gänzlicher Zusammenbruch droht. Die gefährdeten Institute sollen mit der neuen Regelung im Fall einer drohenden Pleite stabilisiert und restrukturiert werden können.

dpa/ap

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gericht verhandelt Klagen gegen Kraftfahrt-Bundesamt
Schleswig (dpa) - Das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht verhandelt heute mehrere Klagen der Deutschen Umwelthilfe wegen des Abgasskandals gegen das …
Gericht verhandelt Klagen gegen Kraftfahrt-Bundesamt
Geldwäsche in Deutschland? Zoll ertrinkt in Hinweisen
Immer häufiger werden dem Zoll Hinweise auf Geldwäsche gemeldet. Offenbar bleibt aber viel Arbeit liegen. Die Regierung beschwichtigt dennoch.
Geldwäsche in Deutschland? Zoll ertrinkt in Hinweisen
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
Fast vier Monate nach der Insolvenz von Air Berlin ist nun endgültig klar: ein Teil geht an Easyjet. Bei den größten Teilen gibt es aber nach wie vor keine Klarheit.
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
Dax lässt sich von Wall Street mitziehen
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen letztlich doch noch aus der Deckung …
Dax lässt sich von Wall Street mitziehen

Kommentare