HRE-Bad-Bank macht 2012 kleinen Gewinn

München - Nach einem Milliardenverlust 2011 hat die Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) im vergangenen Jahr einen kleinen Gewinn verbucht.

2012 habe die FMS Wertmanagement (FMSW) unter dem Strich 37 Millionen Euro verdient, hieß es am Montag aus Finanzkreisen. Damit bestätigte sich ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

Die FMSW wollte sich mit Blick auf die am Dienstag geplante Bilanzpressekonferenz in München nicht zu den Zahlen äußern. Bereits im ersten Halbjahr hatte die Abwicklungsanstalt einen vergleichsweise geringen Verlust von 50 Millionen Euro verbucht. Noch 2011 hatte die Bank einen Verlust von knapp zehn Milliarden Euro gemacht, der vom Bund ausgeglichen werden musste.

Die Abwicklungsanstalt hatte im Jahr 2010 Risikopapiere im Nennwert von 175 Milliarden Euro von der Hypo Real Estate übernommen. Davon lagerten bis Ende Juni 2012 immer noch 151 Milliarden Euro in der FMS. Die Einrichtung soll die Risikopapiere möglichst ohne Verluste wieder auf den Markt bringen.

Das gestaltet sich allerdings schwierig, weil viele Kredite hochproblematisch sind und extrem lange Laufzeiten haben. Die HRE arbeitet nach der Auslagerung ihrer Altlasten mit ihrer Kernbank Deutsche Pfandbriefbank wieder profitabel und soll bis 2015 privatisiert werden.

dpa

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