Huber und Beckstein nennen BayernLB-Belastungen bedauerlich

München - Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein und Finanzminister Erwin Huber (beide CSU) haben die neuen Milliarden-Belastungen der BayernLB bedauert.

"Diese Zahlen sind schmerzlich, das wird keiner bestreiten und keiner relativieren", sagte Huber am Donnerstag im Landtag in München. Es müsse aber zwischen echten Zahlungsausfällen und Belastungen aus Marktwertminderungen unterschieden werden. Ob und in welchem Umfang es zu tatsächlichen Verlusten komme, könne noch niemand sagen. Der CSU-Vorsitzende ist auch Vizechef des Verwaltungsrates der bayerischen Landesbank.

Beckstein nannte die von der Bank veröffentlichten neuen Zahlen "höchst bedauerlich". Demnach betragen die Belastungen aus der US-Kreditkrise insgesamt 4,3 Milliarden Euro. Rücktrittsforderungen an die Adresse Hubers wies der Ministerpräsident aber als abwegig zurück. Die Probleme seien ja nicht in den vergangenen sechs Monaten entstanden. Es handle sich vielmehr um eine weltweite Krise, von der auch Großbanken wie die Deutsche Bank und Schweizer Geldinstitute getroffen worden seien.

Huber steht seit Wochen wegen seiner Informationspolitik in der BayernLB-Krise unter Beschuss. Noch am Nachmittag sollte vom Landtag auf Druck der Opposition ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden. SPD-Fraktionschef FranzMaget forderte erneut den Rücktritt des Finanzministers. Huber trage die Verantwortung für diesen "weiteren schwarzen Tag für den Freistaat Bayern".

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