Huber erwartet baldige Einigung über Transrapid-Finanzierung

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München (dpa) - Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) rechnet mit einer baldigen Einigung über die Finanzierung des Transrapid-Projektes. Er sehe eine "sehr gute Chance, in relativ kurzer Zeit die Finanzierung unter Dach und Fach zu bringen", sagte Huber.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte am Vortag nach einem Gespräch mit Huber in Berlin erklärt, der Bund sei bereit, maximal 925 Millionen Euro zu dem auf 1,85 Milliarden Euro geschätzten Projekt beizusteuern. Bayern wolle 475 Millionen Euro übernehmen.

Über die nunmehr noch bestehende Finanzierungslücke von 165 Millionen Euro will Huber an diesem Freitag mit der Deutschen Bahn (DB) und am kommenden Dienstag (18.9.) mit der Industrie verhandeln. Die geplante 37 Kilometer lange Transrapid-Strecke soll den Münchner Hauptbahnhof mit dem Flughafen München verbinden.

Mit den bisher vorliegenden Zusagen von Bund, Bahn und Land Bayern seien bereits heute "deutlich über 90 Prozent" der Finanzierung abgedeckt, erklärte Huber. Tiefensee wolle nun auch mit der Europäischen Union über einen Zuschuss aus dem Jahresprogramm für Transeuropäische Netze der EU verhandeln. "Es wird nicht leicht sein, aber es ist durchaus möglich bis wahrscheinlich, dass wir eine Finanzspritze bekommen", erläuterte Huber. Die EU leistet bereits einen Beitrag zu den Planungskosten für die Magnetschwebebahn.

EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot hat allerdings zu erkennen gegeben, dass ein Zuschuss der EU "höchst unwahrscheinlich" sei. Grundsätzlich seien Fördergelder möglich, "um neue Technologien, die für solche Projekte gebraucht werden, weiterentwickeln zu können", hatte Barrot dem "Münchner Merkur" (Montag) gesagt. Jedoch, so das Blatt, gelte die Magnetschwebe-Technologie inzwischen als technisch ausgereift.

Der Vorsitzende des Parlamentarischen Gesprächskreises Transrapid, der frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD), begrüßte unterdessen die Vereinbarungen zwischen Bund und Bayern. Jetzt seien unter bayerischer Federführung die Konsortialpartner - Deutsche Bahn sowie Bau- und Systemindustrie - gefordert, sagte Eichel. Sie müssten nicht nur die verbliebene Finanzlücke schließen, sondern auch Steigerungen über die gesamten Kosten von 1,85 Milliarden Euro hinaus verhindern.

"Alles in allem ist der Transrapid mit der gestrigen Vereinbarung einen großen Schritt vorangekommen", erklärte Eichel. Mehr als 90 Prozent der Investitionskosten seien jetzt abgedeckt.

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