Huber: Keine Rettung mehr für AEG-Werk

- Nürnberg - Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber hält die Entscheidung des Electrolux-Konzerns, das AEG-Hausgerätewerk in Nürnberg zu schließen, für unumkehrbar. "Wir müssen uns damit abfinden, dass es keine Rettung für den Standort zu geben scheint", sagte Huber nach Gesprächen mit der örtlichen Geschäftsleitung und dem Betriebsrat.

Es komme nun darauf an, die übrigen 2000 AEG-Arbeitsplätze im Werk Rothenburg sowie in der Deutschland-Zentrale des Konzerns in Nürnberg zu sichern. Dazu will Huber das Gespräch mit der Spitze des schwedischen Konzerns suchen. Die IG Metall nannte Hubers Äußerungen ernüchternd. "Wir sind sehr enttäuscht", sagte der Nürnberger IG-Metall-Vize Jürgen Wechsler.

Huber habe sich nicht dazu bereit erklärt, den Kampf der Belegschaft für einen Sozialtarifvertrag zu unterstützen und die Schließung für Electrolux damit möglichst teuer zu machen. Als Huber durch den Betrieb gegangen sei, habe es Buhrufe gegeben. Die Beschäftigten blieben am Freitag - im Gegensatz zu den vergangenen Tagen - an ihren Arbeitsplätzen. Da auf Grund des vorherigen Produktionsausfalls aber Teile fehlten, werde kaum produziert, sagte Wechsler.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Loch auf A20 bereitet Ostsee-Tourismusbranche Sorgen
"Wie konnte das nur geschehen?" Auch noch nach Wochen sorgt der Anblick des Lochs auf der A20 für hilfloses Kopfschütteln. Die Ursachenforschung steht hinten an. …
Loch auf A20 bereitet Ostsee-Tourismusbranche Sorgen
Ryanair geht nach Streikdrohung auf Piloten zu
Ryanair-Chef Michael O'Leary hat sich gern als Gewerkschaftsfresser gegeben. Weil nun Streiks in der verkehrsreichen Weihnachtszeit in ganz Europa drohen, legt der Ire …
Ryanair geht nach Streikdrohung auf Piloten zu
Bahn lässt ICE-Züge wegen Winterwetters langsamer fahren
Seit einer Woche kämpft die Bahn gegen Probleme auf ihrer Neubaustrecke. Damit das Wetter am Wochenende nicht noch mehr Ärger macht, ergreift der Konzern bundesweit …
Bahn lässt ICE-Züge wegen Winterwetters langsamer fahren
Continental will bald mit Elektroantrieben Gewinn machen
Autozulieferer Continental will beim Siegeszug der Elektroantriebe rechtzeitig mitmachen. Der 48-Volt-Diesel-Hybrid soll schon bald Geld verdienen.
Continental will bald mit Elektroantrieben Gewinn machen

Kommentare