Huber sucht Partner für Bayern in Indien

- München/Bangalore -­ Bayern hofft auf Millioneninvestitionen indischer Firmen im Freistaat. Derzeit stehe man mit acht Betrieben in Verhandlungen, sagte Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) am Rande seines Besuchs in Bangalore. Ein Maschinenbau-Unternehmen habe bereits zugesagt, in Bayern eine Filiale aufzumachen. Auch in der Gegenrichtung sollen die ausbaufähigen Kontakte wachsen ­ das Handelsvolumen ist mit rund einer Milliarde Euro noch eher dürftig.

Huber sieht einen gewaltigen Investitionsbedarf in Indiens Infrastruktur, etwa beim Bau von Flughäfen, Straßen und Häfen. Hier liege das Riesen-Land teils um Jahrzehnte zurück. Mit kurzfristigen Aufträgen für bayerische Firmen rechnet er hingegen nicht. "Ich erwarte, dass wir da einen längeren Atem brauchen."

Die indische Bürokratie verlange den Investoren viel Geduld ab. Huber, der von rund 30 Managern begleitet wird, vereinbarte vor Ort eine bessere Zusammenarbeit der Universitäten. Er warb für eine Partnerschaft der Region Karnataka (56 Millionen Einwohner) um Bangalore mit Bayern. "Das wurde sehr positiv aufgenommen", sagte Huber nach den Gesprächen mit der Staats-Spitze. Weitere Delegationsreisen sind geplant. Bayern-Begeisterung erlebte Huber, als er das Oktoberfest in Bangalore eröffnete ­ die Blaskapelle aus seinem Heimatort Reisbach trat dort zum sechsten Mal auf. Ausgeschenkt wird allerdings indisches Bier: "A bisserl dünner", sagt Huber, "aber stark genug für die Inder.

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